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Süddeutsche Tage der Kinder- und Jugendmedizin München

04.05. - 06.05.2012, München

Das Polytrauma im Kindesalter

Meeting Abstract

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  • M. Lehner - LMU München, Kinderchirurgische Klinik, München, Germany
  • A. Albert - LMU München, Kinderchirurgische Klinik, München, Germany
  • H.G. Dietz - LMU München, Kinderchirurgische Klinik, München, Germany

Süddeutsche Tage der Kinder- und Jugendmedizin. 61. Jahrestagung der Süddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und der Süddeutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie und dem Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte – Landesverband Bayern. München, 04.-06.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12sgkjFV20

DOI: 10.3205/12sgkj20, URN: urn:nbn:de:0183-12sgkj206

Published: April 11, 2012

© 2012 Lehner et al.
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Unfälle stellen die häufigste Ursache für Mortalität und Morbidität im Kindesalter bis zum 14. Lebensjahr dar. Etwa 180 Kinder versterben pro Jahr aufgrund Mehrfachverletzungen nach Unfällen in Deutschland. Für die Jahre 1998-2005 konnten wir 50 polytraumatisierte Kinder im Alter von 2-15 Jahren erfassen.

Unser Kollektiv weist einen Injury Severity Score von im Mittel 29,4 Punkten (9-75) auf. Unterteilt nach Körperregionen wiesen die Kinder insgesamt 116 Verletzungen auf. Dabei waren zu 76% der Kopf, zu 62% die Extremitäten, zu 50% der Thorax, zu 34% das Abdomen, zu 14% das Becken und zu 10% die Wirbelsäule betroffen. Die Letalität dieser Patienten lag bei 14%.

65% konnten mittels Fragebogen nachevaluiert werden. 50% der Patienten waren nach dem Unfall schlechter belastbar, bei 35% hatte sich subjektiv der Gesundheitszustand nach dem Trauma verschlechtert und 24% berichtete über schlechtere schulische Leistungen nach dem Unfall. 4% der Patienten mussten dauerhaft Medikamente einnehmen.

Einfluss auf das Outcome dieser seltenen, aber schweren Verletzungen nimmt neben der stationären Behandlung auch entscheidend die präklinische und die Schockraumversorgung.