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Annual Meeting of the Society of the Ophthalmologists of Saxony

Sächsische Augenärztliche Gesellschaft

25. - 26.11.2011, Dresden

Wirkung der Hämodilutionstherapie auf den retinalen Venenpulsationsdruck

Meeting Abstract

  • O. Furashova - Dresden
  • L. E. Pillunat - Dresden
  • R. Stodtmeister - Dresden

Sächsische Augenärztliche Gesellschaft. Jahrestagung 2011 der Sächsischen Augenärztlichen Gesellschaft. Dresden, 25.-26.11.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11sag33

DOI: 10.3205/11sag33, URN: urn:nbn:de:0183-11sag339

Published: November 25, 2011

© 2011 Furashova et al.
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Text

Einleitung: Mit dem Kontaktglasdynamometer kann nicht nur der arterielle, sondern auch der venöse Pulsationsdruck der Netzhautgefäße gemessen werden. Ziel dieser Studie war, die diagnostische Wertigkeit bei retinalen Venenverschlüssen zu prüfen.

Methoden: Es wurden 15 Patienten im Alter von 40 bis 79 Jahren (4 männlich und 11 weiblich) eingeschlossen. Der Venenpulsationsdruck wurde bei der Aufnahme, nach 3 und nach 5 Tagen der stationären Behandlung mit dem Kontaktglasdynamometer nach Loew (Meditron GmbH, Völklingen) gemessen. Behandlung: morgens 250 ml 6% HAES, abends 300 mg Trental in 250 ml Ringer-Lösung, Aderlass nach Bedarf (Ziel-Hämatokrit unter 0,38), Trusopt Augentropfen 3x täglich.

Ergebnisse: Bei frischen Venenastverschlüssen zeigte sich unter Therapie eine deutliche Senkung der zu Anfang hohen Venendrücke (19–29 mmHg) um 41–79% bei unverändertem ophthalmoskopischem Befund. Bei älteren Venenverschlüssen fanden wir niedrige Venendrücke (9–13 mmHg), die sich unter Therapie praktisch nicht änderten. Bei frischer Venostaseretinopathie blieben die sehr hohen Venendrücke (33–56 mmHg) durch die Therapie unbeeinflußt.

Schlussfolgerung: Mit der Messung des Venenpulsationsdruckes steht eine Methode zur Verfügung, die Therapiewirkungen bei retinalen Venenverschlüssen unabhängig vom ophthalmoskopischen Befund erfassen kann.