gms | German Medical Science

Annual Meeting of the Society of the Ophthalmologists of Saxony

Sächsische Augenärztliche Gesellschaft

26. - 27.11.2010, Dresden

Die positive Entwicklung der Wartezeit auf ein Kornea-Transplantat innerhalb des Netzwerks der DGFG

Meeting Abstract

Search Medline for

  • Martin Börgel - Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation gGmbH, Hannover, Deutschland

Sächsische Augenärztliche Gesellschaft. Jahrestagung 2010 der Sächsischen Augenärztlichen Gesellschaft. Dresden, 26.-27.11.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10sag45

DOI: 10.3205/10sag45, URN: urn:nbn:de:0183-10sag459

Published: November 24, 2010

© 2010 Börgel.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Gewebespenden kommt in der heutigen Transplantationsmedizin eine große Bedeutung zu. Es werden deutlich mehr Gewebe als Organe transplantiert und die Augenhornhauttransplantation ist, mit rund 6.000 Operationen allein in Deutschland, die am häufigsten durchgeführte Transplantation. Jedoch besteht ein Mangel an menschlichem Spendegewebe, Schätzungen gehen von einem jährlichen Bedarf von 8.000 Augenhornhauttransplantaten aus.

Der DGFG gelang es, in den letzten Jahren die Wartezeit auf ein Kornea-Transplantat in ihrem Netzwerk deutlich zu senken. Das 2007 in Kraft getretene Gewebegesetz stellt hohe Anforderungen an die Spende und Prozessierung von menschlichem Gewebe, die für einzelne Einrichtungen häufig einen nicht zu bewältigenden Aufwand bedeuten.

Durch den Aufbau eines gemeinnützigen Netzwerkes von kooperierenden Kliniken und Gewebebanken, verfolgt die DGFG ihr Ziel einer bedarfsgerechten, sicheren, transparenten und kostengünstigen Versorgung der Patienten mit Gewebetransplantaten. Im vergangenen Jahr gelang es, die Anzahl der für Transplantationen zur Verfügung gestellten Augenhornhäute um 20 Prozent zu steigern und die Wartezeit für Patienten auf ein Hornhauttransplantat auf etwa einen Monat zu senken.