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174. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

27.01. - 28.01.2012, Essen

Mesenchymale Progenitorzellen des kornealen Endothels

Meeting Abstract

  • A. Tomaszewski - Universitätsaugenklinik Essen; Institut für Anatomie, Universitätsklinikum Essen
  • J. Hu - Institut für Anatomie, Universitätsklinikum Essen
  • J. Lie - Netherlands Institute for Innovative Ocular Surgery, Amnitrans EyeBank Rotterdam, NL
  • B. Seitz - Universitätsaugenklinik, Homburg/Saar
  • D. Klein - Institut für Anatomie, Universitätsklinikum Essen
  • K.-P. Steuhl - Universitätsaugenklinik Essen
  • S. Ergün - Institut für Anatomie, Universitätsklinikum Essen
  • T.A. Fuchsluger - Institut für Anatomie, Universitätsklinikum Essen; Universitätsaugenklinik Düsseldorf

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte. 174. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte. Essen, 27.-28.01.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12rwa95

DOI: 10.3205/12rwa95, URN: urn:nbn:de:0183-12rwa954

Published: January 26, 2012

© 2012 Tomaszewski et al.
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Hintergrund: Transparenz ist die Schlüsseleigenschaft einer funktionalen Hornhaut und ein Garant für einen guten Visus. Hornhautendothelzellen (EC) erfüllen wichtige Aufgaben bei der Aufrechterhaltung dieser Transparenz. EC-Verlust führt zu Blindheit und zur Notwendigkeit einer Hornhauttransplantation. Da der Einsatz von lamellaren Transplantaten weltweit zunimmt, erscheint es sinnvoll, EC-Monolayer näher zu untersuchen. Der aktuelle Wissensstand über Zellen mit Vorläufereigenschaften und deren genaue anatomische Lokalisation ist noch ausbaufähig. Da diese Zellen als Basis für Tissue Engineering von EC-Monolayern fungieren könnten, wurde die Lokalisation und Verteilung von Zellen mit mesenchymalen- und Vorläufereigenschaften im Hornhautendothel (Mensch und Maus) und in der vorderen Augenkammer untersucht.

Methoden: Um die Verteilung von mesenchymalen Zellen zu untersuchen, erfolgte eine immunhistochemische Analyse hinsichtlich der Expression mesenchymaler- und Stammzellmarker wie z.B. CD44, CD73, CD90, CD105 und Stro-1 in humanen und murinen (C57BL6 und Balb/C) Gewebeschnitten (whole mount / Paraffinschnitte).

Ergebnisse: CD44 positive Zellen konnten in peripheren Abschnitten des Hornhautendothels, im Limbus und im peripheren Linsenepithel nachgewiesen werden. Die zentrale Hornhaut war negativ für CD44. In DMEK (descements membrane endothelial keratoplasty), Präparaten waren ca. 7,0% der Zellen positiv für CD44 und zeigten ein clusterartiges Verteilungsmuster. Erwartungsgemäß war die Expression von CD73, CD90, CD105 und stro-1 in EC sehr gering.

Schlussfolgerungen: Diese Ergebnisse zeigen die Präsenz von CD44 positiven Zellen im kornealen Endothel und in benachbarten Gewebeabschnitten wie Limbus oder der peripheren Hornhaut. Aufgrund der Stammzelleigenschaften dieser CD44 positiven Zellen erscheinen unsere Befunde vielversprechend für Tissue-Engineering von Hornhautendothelzellen.