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174. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

27.01. - 28.01.2012, Essen

Stellenwert der 25gauge pars plana Vitrektomie bei Pseudophakieablatio

Meeting Abstract

  • M. Gök - Essen
  • E. Biewald - Essen
  • M. Freistühler - Essen
  • D. Gkika - Essen
  • C. Metz - Essen
  • S. Thomas - Essen
  • N. Bornfeld - Essen

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte. 174. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte. Essen, 27.-28.01.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12rwa83

DOI: 10.3205/12rwa83, URN: urn:nbn:de:0183-12rwa833

Published: January 26, 2012

© 2012 Gök et al.
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Einführung: Seit der Einführung der 25gauge ppV gibt es weiterhin noch offene Fragen bezüglich der unzureichenden Glaskörperentfernung und der schlechten Erreichbarkeit der Glaskörperbasis sowie der fraglich erhöhten Reablatiorate. Fraglich ist auch der Einsatz dieser Technik bei Netzhautablösungen bei „pseudophaken“ Patienten.

Ziel unserer retrospektiven Studie war die Untersuchung der Reablatio- und PVR-Rate nach primärer 25gauge ppV bei pseudophaken Ablatiopatienten.

Methodik: Bei unserer retrospektiven Fallstudie sind insgesamt 45 Patienten mit einer Pseudophakieablatio, die primär mittels einer 25gauge ppV und einer Gastamponade versorgt wurden, im Verlauf untersucht worden.

Ergebnisse: 13 Patienten von 45 entwickelten im Verlauf eine Re-Ablatio, die einer Re-Ablatiorate von 29% entspricht. Bei 2 Patienten (4%) kam es nach dem Zweiteingriff zu einer erneuten Netzhautablösung bei dem in einem Fall eine erneute 25gauge ppV-Revision durchgeführt wurde und in dem anderen Fall eine Cerclage mit einer 20gauge ppV- Revision mit Silikonöltamponade erfolgte. Eine PVR-Beteiligung lag bei insgesamt 3 Patienten (6,6%) vor. Bei 4 von 13 Patienten mit einer Re-Ablatio erfolgte eine erneute Revision mittels 25g ppV und Gastamponade. Eine Cerclage wurde insgesamt in 7 Fällen der Revisionseingriffe angelegt.

Schlussfolgerung: Die 25gauge ppV zeigte in unserem Kollektiv eine primäre Erfolgsrate bei Pseudophakieablationes mit bis zu 60%, was im Vergleich zu den Literaturangaben geringer ausfällt. Die Reablatio-Rate lag ebenfalls leicht über dem Durchschnitt, was insgesamt für die inkomplette Glaskörperentfernung insbesondere an der Basis mit noch persistierenden kleinen Netzhautforamina sprechen könnte. Auffällig ist allerdings die geringere PVR Beteiligung, welches wiederum zugunsten dieser mikroinvasiven Technik zuzusprechen ist.