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173. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

04.02. - 05.02.2011, Münster

Untersuchung der Pigmentepithelabhebung bei AMD durch SD-OCT, Nah-Infrarot-Reflexion, Fluoreszein-Angiographie und ICG-Angiographie

Meeting Abstract

  • C.R. Clemens - Münster
  • F. Alten - Münster
  • C. Milojcic - Bonn
  • F.G. Holz - Bonn
  • N. Eter - Münster

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte. 173. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte. Münster, 04.-05.02.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11rwa42

DOI: 10.3205/11rwa42, URN: urn:nbn:de:0183-11rwa429

Published: February 2, 2011

© 2011 Clemens et al.
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Hintergrund: Die hochauflösende, spektral-domän optische Kohärenztomographie (SD-OCT) und die konfokale Scanning Laser Ophthalmoskopie (cSLO) erlauben eine detaillierte Beurteilung der einzelnen Netzhautschichten und ihrer Veränderungen. Ziel dieser Arbeit war der Vergleich der Merkmale der SD-OCT, Nah-Infrarot-Reflexion (NIR), Fluoreszein-Angiographie (FL-A) und ICG-Angiographie (ICG-A) bei Patienten mit Pigmentepithelabhebung (PEA) im Rahmen einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD).

Methoden: Inkludiert wurde 78 Augen von 75 Patienten mit PEA bei AMD. Die Bildgebung erfolgte mit dem Spectralis HRA + OCT der Firma Heidelberg Engineering.

CSLO Bildgebungsmodi beinhalteten NIR, FL-A und ICG-A

Ergebnisse: In 51 von 78 (65%) Fällen zeigte sich in der SD-OCT Untersuchung eine zirkuläre subretinale Flüssigkeitsakkumulation um den Rand der PEA. Bei allen Patienten korreliert dieser Bereich mit einer deutlich niedrigeren Reflexion im NIR Bild. In der FL-A erschien die subretinale Flüssigkeit hypofluoreszent im Vergleich zu dem hyperfluoreszenten Pooling Phänomen unter der PEA. Auch die ICG-A zeigte in diesem Bereich ein reduziertes Fluoreszenzsignal, während die Fläche der eigentlichen PEA in der Spätphase von 20min. in 87% hypofluoreszent und in 13% der Fälle hyperfluoreszent wurde. In 76% der Patienten wurde durch FL-A und ICG-A Anzeichen einer choroidalen Neovaskularisation (CNV) festgestellt, wobei die zirkuläre Flüssigkeitsakkumulation unabhängig von der Anwesenheit einer CNV war.

Schlussfolgerung: Simultane Aufnahmen von SD-OCT tomographischen Scans und topographischen multimodalen cSLO Bildern ermöglichen eine präzise Korrelation der morphologischen Veränderungen. In Abhängigkeit von der anatomischen Lage extrazellulärer Flüssigkeit bei der PEA sind charakteristische Merkmale in der NIR, FL-A und ICG-A festzustellen. Die prognostische Relevanz solcher Merkmale für die Anti-VEGF-Therapie wird derzeit in einer laufenden Studie (Eudra CT-Nr. 2008-004675-22) beurteilt.