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172. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

29.01. - 30.01.2010, Bonn

Tissue engineering und zelluläre Ersatzstrategien des RPE

Meeting Abstract

  • B. V. Stanzel - Universitäts-Augenklinik Bonn, Deutschland
  • N. Eter - Universitäts-Augenklinik Bonn, Deutschland
  • F. Thieltges - Universitäts-Augenklinik Bonn, Deutschland
  • V. Kearns - Departments of Ophthalmology and Clinical Engineering, University of Liverpool, UK
  • S. R. Sanislo - Department of Ophthalmology, Stanford University School of Medicine, CA/USA
  • R. Brinken - Universitäts-Augenklinik Bonn, Deutschland
  • Z. P. Liu - Universitäts-Augenklinik Bonn, Deutschland
  • A. Wegener - Universitäts-Augenklinik Bonn, Deutschland
  • C. Sheridan - Departments of Ophthalmology and Clinical Engineering, University of Liverpool, UK
  • R. Williams - Departments of Ophthalmology and Clinical Engineering, University of Liverpool, UK
  • M. F. Marmor - Department of Ophthalmology, Stanford University School of Medicine, CA/ USA
  • F. G. Holz - Universitäts-Augenklinik Bonn, Deutschland

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte. 172. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte. Bonn, 29.-30.01.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10rwa78

DOI: 10.3205/10rwa78, URN: urn:nbn:de:0183-10rwa787

Published: March 10, 2010

© 2010 Stanzel et al.
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Text

Hintergrund: Das therapeutische Potential von zellulären Ersatzstrategien des RPE erscheint mit derzeitigen Methoden nicht ausgeschöpft. Die Makulatranslokation ist eine technisch anspruchsvolle und gleichsam leider komplikationsträchtige Chirurgie. Bei transplantierten RPE-Zellsuspensionen ist das Schicksal der Zellen ungewiss, da Adhäsion, Überleben, Verteilung und Funktion auf einer vorgeschädigten Bruch’schen Membran eingeschränkt sind. Letzteres Problem wird bei Transplantation von einem autologen RPE/Aderhaut-Explantat zwar umgangen, jedoch zeigen sich hier relativ hohe schwerwiegende postoperative Komplikationensraten (je nach Operateur, 20–50%). Hinzu kommen bei allen Verfahren altersabhängige Veränderungen des RPE, welche möglicherweise die Funktion des autolog transplantatierten RPE beeinträchtigen.

Methoden: Mit Hilfe von „tissue engineering“ Methoden können altersbedingte Veränderungen der Bruch'schen Membran und des RPE, sowie chirurgische Technik adressiert werden. Eine synthetische Trägermatrix (=Bruch’schen Membran Prothese) soll mit oder ohne kultiviertem retinalem Pigmentepithel im subretinalen Raum die Regeneration von RPE Schäden unterstützen.

Ergebnisse: Dieser Vortrag berichtet über Ergebnisse von in vitro Studien mit RPE Trägermaterialien, sowie die Etablierung eines Kaninchenmodels zur Implantation derarter in vitro Konstrukte in den subretinalen Raum.

Schlussfolgerungen: Anhand dieses Models können in Zukunft in vorklinischen Studien Zellen unterschiedlicher Herkunft, inklusive stammzell-generierter RPE untersucht werden.