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85. Versammlung der Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte

Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte

03.11.2012, Seeheim bei Darmstadt

Vergleich der intra- und postoperativen Risiken der 23G Vitrektomie gegenüber 20G Vitrektomie bei Patienten mit epiretinaler Gliose und Makulaforamen

Meeting Abstract

  • A. Pielen - Freiburg
  • N. Perez - Sulzbach
  • D. Böhringer - Freiburg
  • H. T. Agostini - Freiburg
  • B. Junker - Freiburg

Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte. 85. Versammlung der Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte. Seeheim bei Darmstadt, 03.-03.11.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12rma30

DOI: 10.3205/12rma30, URN: urn:nbn:de:0183-12rma300

Published: October 31, 2012

© 2012 Pielen et al.
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Fragestellung: Die 23G Vitrektomie ermöglicht im Gegensatz zur herkömmlichen 20G Methode eine Behandlung von Gliosen und Makulaforamina ohne Bindehauteröffnung. Möglicherweise unterscheidet sich neben dem höheren Patientenkomfort aber auch das Komplikationsspektrum. Wir vergleichen hier Häufigkeiten der wichtigsten postoperativen Komplikationen Amotio, Glaskörperblutung, Endophthalmitis und Kataraktentstehung zwischen beiden Methoden.

Methode: Wir identifizierten insgesamt 121 Patienten nach Vitrektomie aufgrund von Makulaforamen oder Gliose (20G n=62, 23G n=59). Alle Eingriffe mussten von 4 benannten Operateuren durchgeführt worden sein (Operateur 1, 2, 3, 4), davon 2 erfahrene und 2 in Ausbildung. Ausschlusskriterien waren okuläre Begleiterkrankungen und ophthalmologische Voroperationen (Vitrektomie, Keratoplastik, eindellende Operationen). Das Komplikationsspektrum verglichen wir mittels Cox-Proportional Hazards Methode. Als Ereignisse werteten wir jeweils die erste Amotio, Glaskörperblutung, Endophthalmitis oder eine Kataraktentstehung. In unser Modell gingen neben der Operationsmethode die folgenden Ko-Variaten ein: Alter, Indikation, Operateur, Retinopexiemodalität sowie die Endotamponade.

Ergebnisse: Die mediante ereignisfreie Nachbeobachtungszeit in der 23G Gruppe betrug 385 Tage und 336 Tage in der 20G Gruppe. Für die Operationsmethode 23G vs. 20G zeigte sich im Cox-Modell kein statistisch signifikanter Unterschied hinsichtlich der postoperativen Komplikationsrate (Hazard ratio 23G 0,8 bezogen auf 20G; p=0,59). Für die o.g. adjustierenden Ko-Variaten zeigte sich ebenfalls kein statistisch signifikanter Einfluss.

Schlussfolgerungen: In einer größeren Kohorte zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied in der Komplikationsrate der beiden Operationsmethoden. Die 23G kann damit als bewährte minimalinvasive Option in der Behandlung von Gliosen und Makulaforamina angesehen werden.