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83. Versammlung der Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte

Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte

06.11.2010, Ludwigshafen

Die RABAMES-Studie – Ranibizumab for Branch Retinal Vein Occlusion Associated Macular Edema Study

Meeting Abstract

  • Lars-Olof Hattenbach - Ludwigshafen, Deutschland
  • N. Feltgen - Göttingen, Deutschland
  • A. Pielen - Freiburg, Deutschland
  • L.L. Hansen - Freiburg, Deutschland
  • K. Lorenz - Mainz, Deutschland
  • N. Pfeiffer - Mainz, Deutschland
  • H. Hoerauf - Göttingen, Deutschland
  • C. Jünemann - Göttingen, Deutschland
  • F. Höhn - Ludwigshafen, Deutschland
  • T. Kreutzer - München, Deutschland
  • S. Priglinger - Linz, Österreich
  • A. Mirshahi - Mainz, Deutschland; Ludwigshafen, Deutschland

Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte. 83. Versammlung der Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte. Ludwigshafen, 06.-06.11.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10rma19

DOI: 10.3205/10rma19, URN: urn:nbn:de:0183-10rma199

Published: November 4, 2010

© 2010 Hattenbach et al.
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Hintergrund: Mit der Ranibizumab for Branch Retinal Vein Occlusion Associated Macular Edema Study (R.A.B.A.M.E.S.) wird derzeit bei Patienten mit Venenastverschluß und chronischem Makulaödem die Wirksamkeit einer intravitrealen anti-VEGF Therapie mit dem therapeutischen Effekt der Laserkoagulationsbehandlung verglichen.

Methoden: In dieser prospektiven randomisierten kontrollierten multizentrischen Studie wurden Patienten mit signifikantem Makulaödem bei retinalem Venenastverschluss und einer Symptomdauer von 3 bis maximal 18 Monaten eingeschlossen. Die Randomisierung zur intravitrealen Injektion von Ranibizumab (Lucentis®) im Abstand von 4 Wochen, Grid-Laserkoagulation oder kombinierten Therapie mit 3 intravitrealen Injektionen Ranibizumab und Grid-Laserkoagulation erfolgte im Verhältnis 1:1:1. Eine Nachbeobachtung wurde nach 3 und 6 Monaten durchgeführt.

Ergebnisse: Es wurden 30 Patienten mit einem Visus von 0,06 bis 0,5 (ETDRS) und seit 3 bis maximal 12 Monaten bestehendem Makulaödem in die Studie eingeschlossen. Nach einer Verlaufsbeobachtung von bisher 3 Monaten zeigte sich nach Monotherapie mit Ranibizumab im Vergleich zur alleinigen Laserkoagulation ein signifikant besseres Visusergebnis (p=0,007). Hinsichtlich der Abnahme der zentralen Netzhautdicke ergab sich sowohl für die alleinige Gabe von Ranibizumab als auch für die Kombinationstherapie ein signifikant besseres Ergebnis (p=0,005, p=0,024).

Schlussfolgerungen: Durch eine intravitreale Injektionstherapie mit Ranibizumab wird im Vergleich zur alleinigen Laserkoagulation nach 3 Monaten eine verbesserte Visusentwicklung erreicht. Die Frage, inwieweit dieser Effekt auch langfristig erhalten bleibt, kann erst nach Abschluss der Nachbeobachtungsphase geklärt werden.