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83. Versammlung der Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte

Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte

06.11.2010, Ludwigshafen

Erfahrungen mit dem Einsatz eines 0,7 mg Dexamethason-Implantats (Ozurdex©) zur Behandlung retinaler Erkrankungen als off-label-Medikation

Meeting Abstract

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  • Fabian Höhn - Ludwigshafen, Deutschland
  • L.-O. Hattenbach - Ludwigshafen, Deutschland

Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte. 83. Versammlung der Vereinigung Rhein-Mainischer Augenärzte. Ludwigshafen, 06.-06.11.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10rma17

DOI: 10.3205/10rma17, URN: urn:nbn:de:0183-10rma170

Published: November 4, 2010

© 2010 Höhn et al.
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Hintergrund: Kortikosteroide entfalten ihre antiinflammatorische, antiödematöse, antiproliferative und antiangiogene Wirkung über die Beeinflussung zahlreicher pathologischer Kaskaden und haben damit am Auge ein weites Wirkspektrumpotential. Limitierend wirkt jedoch die kurze biologische Halbwertzeit der besonders potenten löslichen Kortikosteroide von wenigen Stunden. Seit kurzer Zeit steht mit Ozurdex© ein Medikamententräger zur Verfügung, der eine gleichmäßige Abgabe von 7 mg Dexamethason über ein Zeitraum von 6 Monaten verspricht. Eine FDA und EMA Zulassung besteht für die Behandlung des Maculaödems nach venösem Verschluss.

Methoden: Wir untersuchen den Einfluss von 0,7 mg Dexamethasone in Form eines slow releasing Implantates (Ozurdex©) auf verschiedene Augenerkrankungen außerhalb des eigentlichen Zulassungsbereichs. Eingesetzt wurde das Dexamethason- Implantat bei Uveitis, diabetischer Maculopathie und persistierenden postoperativen Maculaödem.

Ergebnisse: Die bisherigen Ergebnisse zeigen bei den behandelten Patienten sowohl eine anatomische als auch eine funktionelle Verbesserung des Befundes. Der durchschnittliche Visus stieg an, die mittlere Netzhautdicke im OCT nahm ab und die Exsudationen in der Fluoreszeinangiographie gingen zurück.

Schlussfolgerung: Unsere Ergebnisse zeigen einen möglichen Nutzen von 0,7 mg Dexamethason in der Behandlung des diabetischen Macula-Ödems, der Uveitis und des persistierendem postoperativen Maculaödems. Doppelblinde, multizentrische Studien mit ausreichender Patientenanzahl müssen jedoch diesen Trend untermauern.