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61. Jahrestagung der Norddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (NDGKJ)

Norddeutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V.

11.05. - 13.05.2012, Kiel

Quantifizierung neutrophiler extrazellulärer DNA-Fallen mittels eines Fluoreszenz-Plattenspektrometers

Meeting Abstract

  • A. Holländer - Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Lübeck, Deutschland
  • M. Weckmann - Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Lübeck, Deutschland
  • B. Rohlf - Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Lübeck, Deutschland
  • M. Kopp - Pädiatrische Pneumologie und Allergologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Lübeck, Deutschland

Norddeutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. 61. Jahrestagung der Norddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (NDGKJ). Kiel, 11.-13.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12ndgkjP26

DOI: 10.3205/12ndgkj26, URN: urn:nbn:de:0183-12ndgkj269

Published: May 8, 2012

© 2012 Holländer et al.
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Viele respiratorische Erkrankungen im Kindesalter wie z.B. Asthma und Zystische Fibrose (CF) können eine neutrophile Beteiligung aufweisen. Diese Beteiligung kann zu einer Verschlechterung der Lungenfunktion führen und ist nur unzureichend untersucht. Insbesondere bei CF wird ein neutrophiler Abwehrmechanismus für die rheologischen Veränderungen des Mucus verantwortlich gemacht worden. Die Sekretion von auf DNA basierenden, neutrophilen extrazellulären Fallen (NETs) führt im Falle von CF zur veränderten Mukusrheologie. Therapeutische Inverentionsmechanismen zur Unterbindung der Sekretion von NETs sind bis dato nur ansatzweise untersucht.

Rationale: Entwicklung eines Quantifizierungsverfahrens von in vitro sekretierten NETs zur Bestimmung therapeutischer Intervention.

Methode: Basierend auf einem Fluoreszenzspektormeters (FluoStar Omega, BMG) wurden verschiedene DNA-Farbstoffe zur Quantifizierung gemessen. Zur Isolation von peripheren neutrophilen Granulozyten wurde ein Percoll-Dichte-Gradient durchgeführt und die Zellen in verschiedenen Konzentrationen in 96-well Platten eingesät. Eine Stimulation mit 10nM PMA induzierte nach 2,5h die NETose und die Anfärbung mit DNA-interkalierenden Fluoreszenzfarbstoffen wurde getestet.

Ergebnisse: Probidium Jodid zeigte sich wegen der geringen Membrangängigkeit zum Anfärben der NETs am geeignetsten. Nach 2,5h PMA Stimulation liegen bei ca. 10-15% aller Neutrophiler NETs vor, welche bei einer Einsäedichte von 35.000 Zellen pro well mit guter Intensität bestimmt werden können. Eine Reduktion auf 17% dieses Wertes stellt die untere, eine Erhöhung des Wertes auf 200% die obere Messgrenze fuer eine Auswertung mit einer linearen Regressionskurve dar.

Diskussion: Die Messbarkeit der Sektretion von NETs mittels eines einfachen auf einem Fluorszenzplattenspektrometer-basierenden Systems ermöglicht es gezielt im Hochdurchsatzverfahren nach NETs-hemmenden Medikationen zu suchen.