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95th Annual Meeting of the Southwest German Association of Otorhinolaryngologists

16. - 17.09.2011, Heidelberg

EET (endoskopische endonasale Tubendilatation): Ein innovatives Verfahren findet Eingang in den klinischen Alltag – Videodokumentation und erste klinische Ergebnisse bei Patienten mit obstruktiver Tubenventilationsstörung

Meeting Abstract

  • corresponding author Florian C. Uecker - HNO-Universitätsklinik Hamburg, Hamburg, Deutschland
  • Adrian Münscher - HNO-Universitätsklinik Hamburg, Hamburg, Deutschland
  • Rainald Knecht - HNO-Universitätsklinik Hamburg, Hamburg, Deutschland
  • Carsten Dalchow - HNO-Universitätsklinik Hamburg, Hamburg, Deutschland

Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. 95. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. Heidelberg, 16.-17.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnosw24

DOI: 10.3205/11hnosw24, URN: urn:nbn:de:0183-11hnosw248

Published: July 11, 2011

© 2011 Uecker et al.
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Text

Hintergrund: Einleitung: Obstruktive Tubenventilationsstörungen (TVS) und konsekutive Belüftungsstörungen sind die häufigsten Ursachen für eine Otitis media chronica. Mit der endoskopischen endonasalen Tubendilatation (EET) besteht die Möglichkeit diese Funktionsstörung gezielt zu behandeln.

Methoden: Methoden: Seit Juli 2010 erfolgte in der HNO Universitätsklinik Hamburg eine Untersuchung aller Patienten mit anamnestischen und klinischen Hinweisen auf eine obstruktive TVS mittels Tubenmanometrie. Bei objektivierter TVS wird diesen Patienten die EET angeboten, um die Minderbelüftung des Mittelohres und deren Folgen aufzuheben. Hierbei wird der knorpelige Anteil der Tuba eustachii epipharyngeal durch einen Ballonkatheter (Firma Spiggle&Theis) intubiert und über 2 min. mit 10 bar dilatiert, so dass eine Erweiterung um 0,4 mm resultiert. Kontrolluntersuchungen finden postoperativ am ersten Tag sowie 3 Monate, 6 und 9 Monate nach der Operation statt.

Ergebnisse: Ergebnisse: Innerhalb von 4 Monaten wurden 20 Patienten (30 Ohren) im Alter von 14 bis 71 Jahren (14 männlich, 6 weiblich) mit einer obstruktiven Tubenventilationsstörung behandelt und nachverfolgt. Bei allen Patienten zeigte sich präoperativ eine ein- bzw. beidseitige Tubenventilationsstörung in der Impedanzaudiometrie und Tubenmanometrie. Bei der Kontrolluntersuchung am ersten postoperativen Tag und nach 3 Monate nach dem Eingriff zeigte sich eine objektivierbare Besserung der Mittelohrbelüftung bei 14 Patienten. Alle behandelten Patienten berichten über eine subjektive Besserung des Ohrdruckes. Komplikationen traten nicht auf.

Schlussfolgerung: Schussfolgerung: Die EET ist eine schonende Methode den knorpeligen Anteil der Tuba eustachii bei obstruktiven Tubenventilationsstörungen zu erweitern. Die bisherigen Ergebnisse im Kontrollintervall bestätigen eine funktionelle Verbesserung der Tubenfunktion nach EET und zeigen damit, dass dieses Verfahren in der Lage ist chronische Mittelohrerkrankungen vorzubeugen.