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82nd Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Komplikationen und subjektive Beeinträchtigung von Patienten nach operativer Therapie gutartiger Parotistumoren

Meeting Abstract

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  • corresponding author Eva-Tessina Becker - HNO-Klinik, CVK, Charité Universitätsmedizin, Berlin
  • Susann Roos - Helios-Klinikum Bad Saarow, HNO-Klinik, Bad Saarow
  • Heidi Olze - HNO-Klinik, Charité Universitätsmedizin, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod692

DOI: 10.3205/11hnod692, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod6923

Published: April 19, 2011

© 2011 Becker et al.
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Als Standardtherapie gutartiger Parotistumoren gilt heute die laterale Parotidektomie. Bei möglichen Risiken wie Fazialisparese, Frey Syndrom und kosmetisch störendem Substanzdefekt werden weniger invasiver Verfahren hinsichtlich ihrer Komplikationen und ihrer Kurabilität diskutiert. Die vorliegende Arbeit vergleicht laterale Parotidektomien mit chirurgischen Verfahren ohne Darstellung des N. fazialis hinsichtlich des Auftretens von Komplikationen und der subjektiven Beeinträchtigung der Patienten. Retrospektiv ausgewertet wurden die Daten von 464 Patienten, die zwischen 1996 und 2005 mit der Erstdiagnose eines benignen Parotistumors in der HNO-Klinik der Charité behandelt wurden. Davon erhielten 177 Patienten eine laterale Parotidektomie, 43 Patienten eine alleinige Tumorexstirpation. Die Erfassung der subjektiven Einschätzung des Auftretens und Ausmaß von Komplikationen erfolgte bei 124 Patienten mittels Telefoninterview und visueller Analogskala. Das mittlere follow up betrug 63 (SD 30) Monate. Signifikant häufiger nach lateraler Parotidektomie als nach alleiniger Tumorexstirpation zeigten sich postoperative Fazialisdysfunktion, Frey-Syndrom, Gewebedefizit und Sensibilitätsstörung. Auch das Ausmaß der empfundenen Beeinträchtigung war in der Gruppe nach lateraler Parotidektomie höher. Keine Unterschiede gab es bzgl. bleibender Fazialisdysfunktion. Die Rezidivraten waren vergleichbar. Bei gutartigen Parotistumoren kann somit eine Exstirpation ohne Darstellung des N. fazialis als Alternative zur lateralen Paroidektomie erwogen werden.