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82nd Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Die Behandlung der rezidivierenden Epistaxis bei Morbus Osler mittels Dioden-Laser-Koagulation: Erfahrungen und Behandlungsergebnisse

Meeting Abstract

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  • corresponding author Georgios Tzamalis - HNO-Klinik, charite, Campus Benjamin Franklin, Berlin
  • Florian Bethge - Praxis, Ansbach
  • Sergije Jovanovic - Meoclinic Berlin, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod673

DOI: 10.3205/11hnod673, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod6731

Published: April 19, 2011

© 2011 Tzamalis et al.
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Einleitung: Die hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie, bekannt als M. Osler-Weber-Rendu ist eine autosomal dominante Gefäßanomalie mit Auftreten multipler Teleangiektasien der Haut und der Schleimhäute. Sie ist häufig mit einer rezidivierenden Epistaxis assoziiert die eine große therapeutische Herausforderung darstellt. Behandlungsmodalitäten in der Vergangenheit beinhalteten Nasentamponaden, Elektrokauterisation, systemische Östrogengabe, septale Dermoplastik, arterielle Embolisation und Gefäßligatur. Weiterhin wurden bereits unterschiedliche Lasersysteme zur Blutneigungskontrolle eingesetzt.

Methoden: Da die Laseranwendung direkt am erkranten Gewebe stattfindet, können kleine, diskrete Läsionen ohne wesentliche Beeinträchtigung des umliegenden gesunden Gewebes behandelt werden. Wir berichten über unsere Technik, Erfahrung und Ergebnisse der Behandlung rezidivierender Epistaxis mit dem 940 nm Diodenlaser. Bisher wurden 34 Patienten in Lokalanästhesie, unter Anwendung einer fibergeführten, endoskopisch kontrollierten Non-contact-Technik behandelt. Die Nachbeobachtungszeit betrug 24 Monate.

Ergebnisse: Bei der Mehrheit der Patienten konnte eine zumindest temporär, statistisch signifikante Reduktion der Blutungsintensität und -frequenz erzielt werden. Das Verfahren wurde von allen Patienten gut toleriert, bis auf eine tamponadenpflichtige Epistaxis traten keine ernsthaften Komplikationen auf.

Schlussfolgerungen: Der Diodenlaser scheint insgesamt, in Abhängigkeit vom Schweregrad der Erkrankung eine nutzvolle Behandlungsalternative zu sein. Zur längerfristigen Einstellung der positiven Therapieeffekte ist häufig eine wiederholte Applikation notwenig.