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82nd Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Intranasal injiziertes Bevacizumab als vielversprechender Therapieansatz bei der hereditären hämorrhagischen Teleangiektasie

Meeting Abstract

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  • corresponding author Christian Rohrmeier - Universitäts-HNO-Klinik, Regensburg
  • Helmut G. Sachs - Klinikum Friedrichstadt, Dresden
  • Thomas S. Kühnel - Universitäts-HNO-Klinik, Regensburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod644

DOI: 10.3205/11hnod644, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod6441

Published: April 19, 2011

© 2011 Rohrmeier et al.
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Einleitung: Die ständig rezidivierende Epistaxis bedeutet eine hochgradige Minderung der Lebensqualität für Patienten mit hereditärer hämorrhagischer Teleangiektasie (HHT). Eine optimale Therapie ist bis jetzt noch nicht gefunden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass der Serumspiegel an vascular endothelial growth factor (VEGF) bei HHT-Patienten signifikant erhöht ist. Da ein monoklonaler Antikörper (Bevacizumab) gegen VEGF auf dem Markt ist, könnte dies eine zusätzliche Therapiemöglichkeit darstellen.

Methoden: Bevacizumab (Avastin) wird an unserer Klinik off-label als individueller Heilversuch angewendet. Dazu injizieren wir den monoklonalen Antikörper zusätzlich zu einer Nd:YAG-Lasertherapie in niedriger Dosis intranasal submukös. Nun haben wir retrospektiv den Effekt der endonasalen Bevacizumabinjektionen in Kombination mit Nd:YAG-Laserungen im Vergleich zur alleinigen Lasertherapie untersucht. Zu diesem Zweck fand eine standardisierte Patientenbefragung mit Erhebung des Epistaxis Severity Scores (ESS) bezüglich des Zeitraums mit und ohne der Antikörpertherapie statt.

Ergebnisse: Daten von neun Patienten konnten ausgewertet werden. Es zeigte sich eine signifikante Verbesserung des ESS durch die zusätzliche Bevacizumabtherapie (p=0,012). Insbesondere die Epistaxishäufigkeit (p=0,026), die Epistaxisdauer (p=0,011), die Epistaxisstärke (p<0,01) und die Notwendigkeit akuter ärztlicher Behandlungen (p=0,025) sanken signifikant. Nebenwirkungen durch die Antikörpergabe traten nicht auf.

Schlussfolgerung: Zusätzliche Injektionen von Bevacizumab scheinen der alleinigen Nd:YAG-Lasertherapie überlegen zu sein. Die Ergebnisse rechtfertigen weitere Studien, z.B. in Bezug auf Dosisfindung, Substanzverteilung und Wirkungsdauer.