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82nd Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Panendoskopie in deutschen HNO-Kliniken

Meeting Abstract

  • corresponding author Claus Wittekindt - Universitätsklinik für HNO-Heilkunde, Giessen
  • Jens Julian Linke - Universitätsklinik für HNO-Heilkunde, Jena
  • Orlando Guntinas-Lichius - Universitätsklinik für HNO-Heilkunde, Jena

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod119

DOI: 10.3205/11hnod119, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod1194

Published: April 19, 2011

© 2011 Wittekindt et al.
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Text

Einleitung: Neben Bildgebung besteht die Grundlage der Diagnostik eines Kopf-Hals-Tumors in der Endoskopie in Narkose (Panendoskopie). Hierbei wird die Ausbreitung und Resektabilität des Tumors beurteilt und nach synchronen Zweittumoren im oberen Aerodigestivtrakt gesucht. Indikation und technischer Ablauf der Untersuchung sind dabei nicht einheitlich festgelegt. Ziel der Untersuchung war herauszufinden, wie einheitlich Panendoskopien in HNO-Kliniken in Deutschland durchgeführt werden.

Methoden: Ein Fragebogen wurde an alle 159 HNO-Kliniken in Deutschland versandt. Hierin wurden fünf Fragen gestellt: Bei 1. welchen Tumoren werden 2. welche Regionen mit 3. welcher Technik untersucht. 4. Wo werden Biopsien entnommen und 5. wann besteht eine Indikation zur Panendoskopie.

Ergebnisse: 119 von 159 Antwortbögen konnten ausgewertet werden. Nur bei Tumoren von Larynx, Hypopharynx und bei CUP führen 100% der Kliniken routinemäßig eine Panendoskopie durch. Bei 26,1% der Kliniken ist die Bronchoskopie nicht Bestandteil der Untersuchung. Ösophagus und Trachea werden nur in 18,5 bzw. 39,5% der Kliniken auch flexibel untersucht. Biopsien werden an suspekten Läsionen (100%) und standardisiert auch an unauffälligen Läsionen bei CUP (84,6%) und bei anderen Lokalisationen (5,0%) entnommen. Vor der Therapie gaben 97,5% der Kliniken an, die Panendoskopie zweizeitig mit Abwarten des histologischen Ergebnisses, vor der Operation des Primärtumors durchzuführen.

Schlussfolgerungen: Die Panendoskopie wird in HNO-Kliniken in Deutschland in nahezu 100% der Kliniken vor der Therapie eines Kopf-Hals-Tumors durchgeführt. Allerdings bestehen mitunter erhebliche Unterschiede in der Indikation und technischen Durchführung der Operation. Dies ist bei einer multizentrischen Auswertung von Wertigkeit und Komplikationen der Operation zu berücksichtigen.