gms | German Medical Science

81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Identifikation und Charakterisierung von Stammzellen in humanen Kopf-Hals-Tumoren

Meeting Abstract

  • corresponding author Melanie Schulz - Uniklinik Ulm, HNO, Ulm, Deutschland
  • Sarah-Fee Katz - Molekulare Medizin, Ulm, Deutschland
  • Karl Lenhard Rudolph - Molekulare Medizin, Max-Planck Forschungsgruppe für Stammzellalterung, Ulm, Deutschland
  • Nicole Rotter - Uniklinik Ulm, HNO, Ulm, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod724

DOI: 10.3205/10hnod724, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod7247

Published: April 22, 2010

© 2010 Schulz et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Einleitung: Tumorstammzellen weisen ein erhöhtes tumorigenes Potenzial und eine verstärkte Resistenz gegenüber Chemotherapie auf. Auch menschliche Kopf-Hals-Tumore weisen heterogene Zellpopulationen auf, wobei Subgruppen von Stammzellmarker-positiven Zellen nachweisbar sind. Deshalb spielt deren Identifikation und die Analyse anti-tumorigener Strategien eine besondere Rolle.

Methoden: Nach mechanischer Dissoziation und enzymatischer Aufarbeitung wurden mit Hilfe eines Zellsorters Tumorstammzell-Marker-positive Zellsubgruppen von der Tumorzellmasse aus verschiedenen primären Kopf-Hals-Tumoren isoliert. Es wurden Antikörper gegen CD13, CD44, CD133 und EpCAM verwendet.

Ergebnisse: Der Anteil CD44 positiver Zellen liegt in Kopf-Hals-Tumoren für zwischen 1,3 und 63,7%. Als zusätzlicher Marker für Tumorstammzellen wird CD133 diskutiert, der in 0,5 und 1,5% der Tumorzellen positiv war. EpCAM, ein weiterer potenzieller Tumorstammzellmarker konnte auf 0,0 und 9,2% nachgewiesen werden. Eine EpCAM/CD44 Co-Expression findet sich in maximal 3,2%, eine CD133/CD44 in 0,02-0,4% der Zellen.

Schlussfolgerung: Die Identifikation unterschiedlicher stammzellmarker-positiver Zellpopulationen zeigt, dass Kopf-Hals-Tumore aus einem Stammzellanteil neben der Tumorzellmasse bestehen. Als eine tumorigene Strategie dieser Zellpopulationen wird das Enzym Telomerase angesehen, welches die Telomere stabilisiert und damit essentiell für das immortale Wachstum von Tumoren ist.

Die Analyse von Telomerlänge, Telomeraseaktivität und Inhibition in diesen Zellpopulationen wird Aufschluss über deren Rolle bei Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs liefern.