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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Chondrogene Differenzierung von humanen adipose-derived stem cells (ADSC) in Polyurethan-Fibrin-Kompositen

Meeting Abstract

  • corresponding author Katrin Froelich - HNO-Universitätsklinik Würzburg, Deutschland
  • Lydia Setiawan - Zahnklinik der Universität Würzburg, Deutschland
  • Antje Technau - HNO-Universitätsklinik Würzburg, Deutschland
  • Norbert Kleinsasser - HNO-Universitätsklinik Würzburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod718

DOI: 10.3205/10hnod718, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod7182

Published: April 22, 2010

© 2010 Froelich et al.
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Um eine Verbesserung der Stimme bei Stimmlippenlähmungen zu erreichen, kann eine Thyroplastik mit Platzierung eines Implantats erfolgen. Es werden jedoch immer wieder Fremdkörperreaktionen, Extrusionen, Infektionen oder eine Resorption des eingebrachten Materials beobachtet. Vor diesem Hintergrund wurde die chondrogene Differenzierung von ADSC in Polyurethan-Fibrin-Kompositen im Hinblick auf deren Verwendung als Transplantat zur Stimmlippenmedialisierung untersucht.

Fettstammzellen wurden in Fibringel resuspendiert und in Polyurethankonstrukte eingebracht. In einem definierten Chondrozytendifferenzierungsmedium wurden die Konstrukte unter Zugabe der Wachstumsfaktoren TGF-β1 (10 ng/ml), TGF-β3 (10 ng/ml) und BMP-2 (100 ng/ml) für insgesamt fünf Wochen kultiviert. Die chondrogene Differenzierung und die Bildung einer extrazellulären Matrix wurden mit der Alcianblau-Färbung und einer Immunfluoreszenzfärbung unter Verwendung der Antikörper SOX-9 (Transkriptionsfaktor), Collagen II und Aggrecan nachgewiesen. Für die Bestimmung der Expression knorpelspezifischer Markergene kam die RT-PCR zum Einsatz.

Sowohl mit der Alcianblaufärbung als auch mit der Immunfluoreszenz konnte die chondrogene Differenzierung und die Bildung einer extrazellulären Matrix gezeigt werden. In der RT-PCR fand sich ein Anstieg der Genexpression der knorpelspezifischen Marker SOX-9, Aggrecan und Collagen II mit einem Maximum an Tag 14.

Die Ergebnisse zeigen die Fähigkeit von Fettstammzellen in matrixproduzierende Chondrozyten zu transdifferenzieren. Nach Einbringung in die Polyurethan-Fibrin-Konstrukte könnten diese als Implantate für Knorpeldefekte oder zur Stimmlippenmedialisierung zum Einsatz kommen. Ein entsprechender Tierversuch ist nun in Planung.