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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Erste Erfahrungen mit einem neuen Tiermodell zur Untersuchung von orthotopem Septumersatz durch Tissue Engineering

Meeting Abstract

  • corresponding author Christian Bermüller - HNO Klinik Uni Ulm, Deutschland
  • Nina Baur - HNO Klinik Uni Ulm, Deutschland
  • Silke Schwarz - HNO Klinik Uni Ulm, Deutschland
  • Holger Notbohm - Inst. für Virologie und Zellbiologie, Uni Lübeck, Deutschland
  • Nicole Rotter - HNO Klinik Uni Ulm, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod712

DOI: 10.3205/10hnod712, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod7125

Published: April 22, 2010

© 2010 Bermüller et al.
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Text

Einleitung: Um neue Biomaterialien und in vitro hergestelltes Knorpelgewebe hinsichtlich der lokalen Gewebereaktion und Funktion für den Septumknorpelersatz untersuchen zu können, wurde ein immunkompetentes Tiermodell in der Ratte etabliert. Es bietet im Vergleich zur subkutanen Implantation den Vorteil, lokale Besonderheiten wie Schleimhautkontakt und bakterielle Besiedelung, nachzubilden.

Methoden: Septumknorpel wurde spontanatmenden, intraperitoneal narkotisierten Ratten nach temporärer Entfernung des knöchernen Os nasale von kranial entnommen. Aus diesem Knorpel wurden Chondrozyten in vitro isoliert und auf einem Trägermaterial aus marinem Kollagen kultiviert. Diese Konstrukte, sowie unbesiedelte Trägervliese, wurden dann in 60 Versuchstiere implantiert. Die Explantation zur histologischen Untersuchung mittels HE Färbung und Immunhistochemie (Kollagen, Aggrecan) erfolgte 1, 4 und 12 Wochen nach Implantation.

Ergebnisse: Bei Implantation von unbesiedelten Transplantaten kam es im Gegensatz zu besiedelten Transplantaten zur Ausbildung einer Septumperforation; das Trägermaterial marines Kollagen führt, anders als bei subkutaner Implantation, zu einer deutlich ausgeprägten lokalen inflammatorischen Reaktion. Chondrozyten sind sowohl im Randbereich, wie auch im Zentrum der Transplantate nachweisbar.

Fazit: Mit diesem neuen Modell zur Testung von tissue engineerten Transplantaten ist ein Vergleich der Eigenschaften von verschiedenen Biomaterialien bei orthotoper Transplantation möglich. Marines Kollagen führt bei septaler Implantation zu einer ausgeprägten lokalen Inflammation und ist somit für die Verwendung im Kopf-Hals-Bereich nicht optimal geeignet.

Unterstützt durch: Gefördert durch das 6. EU-Rahmenprogramm; Exzellenznetzwerk EXPERTISSUES