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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Computer-assistierte Rekonstruktion von Orbitawandfrakturen

Meeting Abstract

  • corresponding author Frank Wilde - MKG, Kopfzentrum am Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Deutschland
  • Kai Lorenz - HNO, Kopf- und Halschirurgie, Kopfzentrum am Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Deutschland
  • Lukas Kamer - AO Development Institute, AO Foundation, Davos, Schweiz
  • Heinz Maier - HNO, Kopfzentrum am Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Deutschland
  • Beat Hammer - Hirslanden Medical Center, Aarau, Schweiz
  • Marc-Christian Metzger - MKG, Universitätsklinikum Freiburg, Deutschland
  • Niel-Claudius Gellrich - MKG, Universitätsklinikum Hannover, Deutschland
  • Rainer Schmelzeisen - MKG, Universitätsklinikum Freiburg, Deutschland
  • Alexander Schramm - MKG, Kopfzentrum am Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod654

DOI: 10.3205/10hnod654, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod6543

Published: April 22, 2010

© 2010 Wilde et al.
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Einleitung: Durch den Einsatz von 3-D-Planung und computerassistierter Chirurgie konnte ein Fortschritt bei der Rekonstruktion von Orbitawandfrakturen erzielt werden. Die Entwicklung von präformierten Orbitaimplantaten und intraoperativ verwendbaren 3-D-C-Bögen lassen eine weitere Verbesserung der Resultate erwarten.

Methode: (1) Beurteilung der Orbitawanddefekte anhand einer Standardcomputertomographie. (2) Präoperative Planung und virtuelle Simulation der Rekonstruktion mit einer Software für Autosegmentierung von CT-Daten. (3) Präoperative Auswahl eines präformierten Titangitters durch virtuelle Insertion am Computer. (4) Operation über transkonjunktivalen Zugang mit Insertion des geplanten Implantats. (5) Intraoperative Navigation und (6) unmittelbare 3-D-Bildgebung und Bildfusion mit der Planung.

Ergebnisse: In 30 Fällen konnte eine erfolgreiche Rekonstruktion der Orbita erzielt werden. Die Autosegmentierung reduzierte den Planungsaufwand von ca. 45 min auf 15 min. In Kombination mit der Spiegelung der nicht betroffen zur betroffen Seite wurde eine exakte Computersimulation der Rekonstruktion möglich. Durch virtuelle Passungskontrolle der präformierten Titangitter können diese vor Insertion den Ansprüchen entsprechend gekürzt werden. Während die computerassistierte Navigation das Erreichen des gewünschten Ergebnisses unterstützt, ermöglicht die intraoperative Bildgebung und Bildfusion mit der Planung die unmittelbare radiologische Kontrolle.

Schlussfolgerung: Die beschrieben Methode führt zu einer validen Vorhersagbarkeit der Rekonstruktionsergebnisse von Orbitawandfrakturen. Aufgrund der reduzierten Planungszeit und des minimierten Zugangs auch bei ausgedehnten Rekonstruktionen wird das Verfahren inzwischen routinemäßig in unserer Klinik eingesetzt.