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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Orbitakavernome – eine eigene Entität?

Meeting Abstract

  • corresponding author Susanne Wiegand - Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Marburg, Deutschland
  • Peter J. Barth - Institut für Pathologie, Marburg, Deutschland
  • Annette P. Zimmermann - Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Marburg, Deutschland
  • Behfar Eivazi - Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Marburg, Deutschland
  • Andreas Sesterhenn - Abteilung für Neuropathologie, Marburg, Deutschland
  • A. Pagenstecher - Abteilung für Neuropathologie, Marburg, Deutschland
  • Jochen Werner - Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Marburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod653

DOI: 10.3205/10hnod653, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod6534

Published: April 22, 2010

© 2010 Wiegand et al.
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Text

Einleitung: Orbitakavernome sind Niedrigflussmalformationen, die typischerweise im mittleren Lebensalter durch einen schmerzlosen Exophthalmus, Motilitätsstörungen, Doppelbilder oder Visuseinschränkungen symptomatisch werden. Orbitakavernome werden auch als kavernöse Hämangiome, kavernöse Angiome oder venöse Malformationen bezeichnet. Die unterschiedliche makroskopische Beschaffenheit der Kavernome im Vergleich zu den venösen Malformationen, denen sie in einigen Klassifikationen zugerechnet werden, veranlasste uns, die Histopathologie entsprechend zu vergleichen.

Methoden: Es erfolgte die histopathologische Aufarbeitung von Orbitakavernomen im Vergleich zu venösen Malformationen hinsichtlich möglicher strukturelle und histochemisch fassbarer Unterschiede.

Ergebnisse: Das Kavernom besitzt im Gegensatz zu den typischen venösen Malformationen eine derbe Konsistenz und neigt zu Einblutungen. Im Vergleich zu den venösen Malformationen zeigten sich bei der histologischen Untersuchung der Kavernome sehr dünne Kavernenwände stabilisiert durch glatte Muskulatur, zudem lag zwischen den einzelnen Hohlräumen kein Orbitagewebe. Dieses fehlende intervaskuläre Gewebe ist typisch für die Kavernome, passend zu den endokraniellen Kavernomen.

Schlussfolgerung: Obitakavernome scheinen keine venösen Malformationen im eigentlichen Sinne zu sein sondern eine eigene Entität bisher ungeklärter Pathogenese, die extrakraniell nur in der Orbita vorkommt. Es sollte daher – wie bei zerebralen Malformationen bereits üblich – eine Unterscheidung zwischen Kavernomen und venösen Malformationen erfolgen.