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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Septumperforationsverschluß mit autologem-alloplastischen Composite

Meeting Abstract

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  • corresponding author Frank Wallner - Universitäts-HNO-Klinik, Heidelberg, Deutschland
  • Philipp Federspil - Universitäts-HNO-Klinik, Heidelberg, Deutschland
  • Peter K. Plinkert - Universitäts-HNO-Klinik, Heidelberg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod650

DOI: 10.3205/10hnod650, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod6504

Published: April 22, 2010

© 2010 Wallner et al.
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Einleitung: Der erfolgreiche Verschluß einer Perforation des Nasenseptums ist chirurgisch anspruchsvoll, was alleine durch die Vielzahl der angegebenen Operationstechniken zum Ausdruck kommt. Es wird über Erfahrungen mit einer Alternative zu der häufig verwendeten Brückenlappentechnik berichtet.

Methoden: Es wird zunächst einseitig ein oberer und unterer Tunnel wie bei einer Septumplastik gebildet, unter Auftrennen der Ränder der Perforation. In den Tunnel wird eine 0,15 mm starke, gelochte PDS-Folie eingepaßt. Auf diese wird extrakorporal im Bereich des Defektes Concha-Knorpel aufgenäht und beides mit Temporalisfaszie umwickelt. Dieses Composite wird wieder in den Tunnel eingebracht und durch Matratzennähte fixiert sowie durch Doyle-Splints für 3–4 Wochen geschient.

Seit 2005 wurden 8 Pat. mit dieser Technik versorgt.

Ergebnisse: Alle Transplantate heilten ein, die Epithelisierung der Faszie erfolgte sekundär analog zur Myringoplastik. In einem Fall blieb ein nicht relevanter Restdefekt (1x5 mm).

Schlussfolgerungen: Vorteile der beschriebenen Technik sind die mechanische Stabilität des neuen Septums sowie das sehr geringe Risiko, einen Defekt zu vergrößern. Nachteilig ist die erforderliche zusätzliche Entnahme von Transplantationsgewebe.