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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Intranasale Kortisontherapie mittels Druckstoß-Inhalation

Meeting Abstract

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  • corresponding author Franca Fleiner - Charité, HNO, Berlin, Deutschland
  • Larissa Lau - Charité, HNO, Berlin, Deutschland
  • Önder Göktas - Charité, HNO, Berlin, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod568

DOI: 10.3205/10hnod568, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod5685

Published: April 22, 2010

© 2010 Fleiner et al.
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Einleitung: Riechstörungen sind häufig und können die Lebensqualität der Patienten beeinträchtigen. Effektive Therapieoptionen müssen evidenzbasiert geprüft werden.

Eine intranasale Kortisontherapie mittels Druckstoß-Inhalation (AMSA) wurde prospektiv evaluiert.

Methoden: Ausgewählte Patienten mit Riechstörungen unterschiedlicher Genese (sinunasal/ post-infektiös/ idiopathisch) wurden a) einer AMSA- Therapie (n=38) oder b) einer systemischen Kortisontherapie (n=15) über jeweils 12 Tage zugeordnet. Riechfunktion und Nasenluftpassage wurden vor und nach Therapie mittels SDI-Wert, Rhinomanometrie und visueller Analogskala (VAS) bestimmt.

Ergebnisse: Der Unterschied der SDI-Wertänderung zwischen beiden Gruppen war nicht signifikant verschieden (AMSA: ΔSDI 2.91±5.1; systemische Therapie: ΔSDI 1.87±8.9) [p=0.35]. Eine klinisch relevante Verbesserung des Riechvermögens von 6 SDI-Punkten konnte bei 21.1% der AMSA-Patienten und 20% der systemisch therapierten Patienten beobachtet werden.

Schlussfolgerung: Erstmals wurde eine Kortison-Druckstoßinhalation in der Behandlung von Patienten mit Riechstörungen angewandt. Hier konnte eine gleichwertige Wirksamkeit einer intranasalen Kortikoidapplikation im Vergleich zur systemischen Kortikoidapplikation nachgewiesen werden. Langzeitergebnisse stehen aus, weitere systematische Untersuchungen mit großen Patientenzahlen müssen folgen.