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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Der “Skapula-angle-Lappen"

Meeting Abstract

  • corresponding author Olcay Cem Bulut - Universitätsklinikum Heidelberg, Hals-Nasen-Ohren Klinik, Heidelberg, Deutschland
  • Ph. A. Federspil - Universitätsklinikum Heidelberg, Deutschland
  • C. Simon - Universitätsklinikum Heidelberg, Deutschland
  • P. K. Plinkert - Universitätsklinikum Heidelberg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod506

DOI: 10.3205/10hnod506, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod5067

Published: April 22, 2010

© 2010 Bulut et al.
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Text

Einleitung: Der Verlust der Maxilla und Strukturen des Mittelgesichtes nach erfolgter Tumorresektion haben für Patienten erhebliche funktionelle und ästhetische Konsequenzen. Plastische Rekonstruktionen des Mittelgesichtes nach Maxillektomie stellen nach wie vor eine wichtige Herausforderung für den Kopf-Halschirurgen dar.

Material und Methode: Ein 34-jähriger Patient stellte sich mit unklarer Raumforderung der linken Kieferhöhle vor. Nach endonasaler histologischer Sicherung eines adenoidcystischen Karzinoms, wurde eine erweiterte Hemimaxillektomie über einen Weber-Fergusson Zugang durchgeführt. Die Rekonstruktion des Hartgaumens erfolgte durch einen freien, mikrovaskulären osseo-muskulären „Skapula-angle-Lappen." Die Anastomose des Ramus angularis der A. thoracodorsalis erfolgte mit der A. facialis.

Ergebnisse: Das Transplantat erlaubte eine orale Ernährung ohne nasale Regurgitation. Die Gesichtskontur konnte sehr gut wieder hergestellt werden.

Schlussfolgerung: Der „Skapula-angle-Lappen“ eignet sich hervorragend zur plastischen Rekonstruktion aufgrund seiner speziellen Form, die der des Hartgaumens ähnelt. Die knöcherne Beschaffenheit ist von Vorteil für eine dentale Rehabilitation mit Hilfe von Implantaten. Die geringe Donormorbidität trägt ebenfalls zum guten postoperativen Ergebnis bei. Zusammengefasst handelt es sich hierbei um eine hervorragende Alternative zur Versorgung mit einer Obturatorprothese von ausgewählten Maxilladefekten ≥Grad I nach Okay.