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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Analyse der Gentamizinaufnahme im isolierten Innenohr der Ratte

Meeting Abstract

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  • corresponding author Katharina Schmid - HNO Uniklinik Regensburg, Deutschland
  • Pingling Kwok - HNO Uniklinik Regensburg, Deutschland
  • Otto Gleich - HNO Uniklinik Regensburg, Deutschland
  • Jürgen Strutz - HNO Uniklinik Regensburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod426

DOI: 10.3205/10hnod426, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod4263

Published: April 22, 2010

© 2010 Schmid et al.
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Niedrig-dosiertes Gentamizin ist ein in der Therapie des M. Menière empirisch erfolgreich angewandter Wirkstoff, die Wirkmechanismen sind jedoch nur unzureichend bekannt.

Um zu untersuchen, welche Zellen des Innenohres bei niedrig-dosiertem Gentamizin dieses aufnehmen, wurden frisch isolierte Rattencochleae 10 Minuten mit konjugiertem Gentamizin inkubiert. Basierend auf Modellrechnungen von Salt et al. (Laryngoscope 2008) wählten wir Konzentrationen zwischen 500 und 2500 µg/ml. Nach Inkubation, Fixierung und histologischer Aufarbeitung wurden Gefrierschnitte angefertigt.

Bei 500 µg/ml wiesen im Bereich der Cochlea nicht-zelluläre Strukturen wie die Basilarmembran, die Begrenzung des Perilymphraumes und die knöcherne Spirallamina eine deutliche Akkumulation von Gentamizin auf. Zelluläre Akkumulation lag zumindest bei einem Teil der "Interdental cells" im Spirallimbus und wenigen Inneren Haarzellen vor. Bei Äußeren Haarzellen war keine Gentamizinaufnahme nachweisbar. Mit der höheren Konzentration von 2500 µg/ml ergab sich eine ausgedehntere Aufnahme, insbesondere im Bereich der Inneren und Äußeren Haarzellen.

Bei den vestibulären Epithelien zeigte sich bei der niedrigen Konzentration keine spezifische Akkumulation. Bei 2500 µg/ml Gentamizin ergaben sich Hinweise für eine Aufnahme in vestibuläre Haarzellen, die geringer als die in der Cochlea erschien.

Diese Befunde deuten darauf hin, dass niedrig-dosiertes Gentamizin eher in der Cochlea als in vestibulären Epithelien aufgenommen wird. Besonders interessant erscheint die spezifische Gentamizin-Akkumulation in den "Interdental cells", da für diese Zellen eine Rolle beim K+-Fluss von den Inneren Haarzellen zurück in die Scala media postuliert wurde (Spicer und Schulte, Hear Res 1998).