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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Visuelle Artefakte von Cochlear Implantaten während MRT-Untersuchungen und ihre Bedeutung für die Diagnostik cerebraler Krankheiten

Meeting Abstract

  • corresponding author Christian Schild - Universitätsklinikum Freiburg, Deutschland
  • Irina Mader - Universitätsklinikum, Neuroradiologie, Freiburg, Deutschland
  • Rainer Beck - Universitätsklinikum, HNO, Freiburg, Deutschland
  • Antje Aschendorff - Universitätsklinikum, HNO, Freiburg, Deutschland
  • Roland Laszig - Universitätsklinikum, HNO, Freiburg, Deutschland
  • Susan Arndt - Universitätsklinikum, HNO, Freiburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod422

DOI: 10.3205/10hnod422, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod4229

Published: April 22, 2010

© 2010 Schild et al.
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Text

Einleitung: Cochlear Implantate (CI) sind die Therapie der Wahl bei Patienten mit an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit.

Sollte eine MRT-Untersuchung des Schädels notwendig sein, entstehen durch die implantierten Magnete und die metallischen Bestandteile des CI visuelle Artefakte, die zu einer eingeschränkten Beurteilbarkeit der Bilder führen können. Weiterhin kann es durch die implantierten Magnete in der MRT-Diagnostik sowohl zu einer Erwärmung im Bereich des Implantates als auch zu Bewegung und damit zur Verschiebung des Magneten kommen.

Ziel dieser Studie war es, die Größe und Lokalisation der Artefakte während MRT Untersuchungen, ausgelöst durch Cochlear Implantate verschiedener Hersteller, zu bestimmen und zu vergleichen.

Material/Methoden: In einem 1,5- und 3 Tesla MRT wurden die visuellen Artefakte der Cochlear Implantate nach Implantation in zwei gebräuchlichen Implantationswinkeln untersucht. Die Messungen erfolgten sowohl am Phantom als auch am Kadaverschädel.

Ergebnisse: Die Ergebnisse werden aufgeschlüsselt entsprechend des Implantattyps, der MRT-Darstellung sowie der Implantatlokalisation dargestellt. Dabei konnten deutliche Unterschiede der Artefaktgröße sowohl bezüglich des Implantattyps, der Lokalisation, der verwendeten technischen Parameter und in Abhängigkeit davon ob das MRT mit oder ohne Magnet durchgeführt wurde festgestellt werden.

Fazit: In Abhängigkeit des CI-Typs, der Implantlokalisation, sowie der technischen Parameter, kommt es während MRT-Untersuchungen zu verschieden großen Artefakten und zu einer unterschiedlichen Qualität von Schädelaufnahmen, welche die Beurteilbarkeit wichtiger anatomischer Strukturen erheblich einschränken kann.