gms | German Medical Science

81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Unterschiede in der Proteinstruktur von Oropharynxkarzinomen und gesunder Oropharynx-Schleimhaut

Meeting Abstract

  • corresponding author Ommo Brant - HNO, Uni Greifswald, Deutschland
  • Anja Kühn - HNO, Uni Greifswald, Deutschland
  • Michael Herzog - HNO, Uni Greifswald, Deutschland
  • Werner Hosemann - HNO, Uni Greifswald, Deutschland
  • Christian Scharf - HNO, Uni Greifswald, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod139

DOI: 10.3205/10hnod139, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod1394

Published: April 22, 2010

© 2010 Brant et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Einleitung: Weltweit sind 6–8% aller Malignome Plattenepithelkarzinome aus dem oberen Aerodigestivtrakt. Die Identifikation von molekularbiologischen Markern bei Patienten mit Kopf-Halskarzinomen könnte die Diagnose, Therapie und Prognose dieser Patienten entscheidend verbessern. Die molekularen Mechanismen, welche für die Entstehung von Hals-Kopfkarzinomen verantwortlich sind, werden jedoch weitestgehend noch nicht verstanden.

Methode: Es wurden 33 Gewebeproben bei 11 Patienten mit Oropharynxkarzinomen entnommen (je Patient: gesunde Schleimhaut, Tumorrand und Tumorzentrum). Als Kontrollgruppe wurden Gewebeproben aus gesunder Oropharynxschleimhaut bei 9 Patienten entnommen, bei denen eine Tonsillektomie als Routineeingriff stattfand. Die extrahierten Proteingemische wurden mittels 2-D-Gel-Elektrophorese (2-D-PAGE) aufgetrennt, durch Bildanalyse verglichen, Veränderungen im Proteinmuster statistisch analysiert und veränderte Proteine mittels Massenspektrometrie (MALDI-MS) identifiziert. Die indentifizierten Proteine wurden mittels einer Ingenuity Pathway Analysis (IPA) in regulatorischen Netzwerken zusammengefasst.

Ergebnisse: Der Vergleich der Proteinsignaturen von gesunder Schleimhaut und Tumorrand und Tumorzentrum zeigte signifikante Unterschiede. Die Einordnung dieser Proteine in regulatorische Netzwerke zeigte neben einer Zugehörigkeit zu Karzinommarkern, dass grundlegende weitere biochemische Funktionen betroffen sind.

Schlussfolgerung: Die 2-D-PAGE und MALDI-MS bieten eine verlässliche Methode zur Evaluation der Proteinsignatur von Oropharynxkarzinomen vergleichend mit gesunder Oropharynxschleimhaut. Es sind jedoch weitere Untersuchungen notwendig um die pathogenetischen Mechanismen bei der Entstehung von Karzinomen aus dem Bereich des Oropharynx genauer zur verstehen.