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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Fallbeschreibung eines cervicalen paravertebralen Chordoms

Meeting Abstract

  • corresponding author Michael K. W. Stolle - HNO-Klinik Bielefeld, Deutschland
  • Martin Lehmann - HNO-Klinik Bielefeld, Deutschland
  • Ulrich Hamberger - Pathologisches Institut Klinikum Bielefeld, Deutschland
  • Heiko Winkler - HNO-Klinik Bielefeld, Deutschland
  • Holger Sudhoff - HNO-Klinik Bielefeld, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod082

DOI: 10.3205/10hnod082, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod0827

Published: April 22, 2010

© 2010 Stolle et al.
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Text

Ein 56-jähriger Patient stellte sich mit gelegentlichen Schulterschmerzen und Parästhesien in der linken Hand vor. Die caudale Hirnnervengruppe war neurologisch beiderseits unauffällig. Der Patient wies keinerlei Risikofaktoren oder B-Symptomatik auf. Im MRT des Halses wurde eine gelappte Raumforderung, ausgehend vom Knochenmark des Halswirbelkörpers C3 nachgewiesen. Die linksseitige Arteria vertebralis wurde von dem Prozess ummauert. Per Angiographie konnte eine arterielle Genese, ein Aneurysma oder eine Stenose ausgeschlossen werden.

Es erfolgte eine Befundresektion in ITN. Histologisch konnte ein Chordom diagnostiziert werden.

Es erfolgte aufgrund der anatomisch bedingten nicht vollständigen Resektion des Chordoms eine kleinvolumige I-MRT Bestrahlung der Tumorregion mit Einschluss der linken A. vertebralis bis 70 Gy, ED 2 Gy.

Eine „En bloc“-Resektion bietet die größte Chance für ein tumorfreies Überleben. Solche radikalen Resektionen können jedoch eine erhebliche chirurgische Morbidität bedingen. Obwohl Chordome allgemein als resistent gegen Bestrahlung und Chemotherapie gelten, könnten die jüngsten Fortschritte in der Photonen- und Protonen-Bestrahlung und die Verwendung von monoklonalen Antikörpern für chirurgisch nicht in sano zu resezierende Tumore und für Rezidive in Frage kommen.