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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Das Apoptoseinhibitorprotein Survivin als potentieller prognostischer Marker bei Speicheldrüsenkarzinomen

Meeting Abstract

  • corresponding author Markus Stenner - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln
  • Antje Weinell - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln
  • Tobias Ponert - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln
  • Simon F. Preuss - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln
  • Hans-Peter Dienes - Institut für Pathologie, Universität zu Köln, Köln
  • Orlando Guntinas-Lichius - HNO-Universitätsklinik Jena, Jena
  • J. Peter Klussmann - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod667

DOI: 10.3205/09hnod667, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod6670

Published: April 17, 2009

© 2009 Stenner et al.
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Einleitung: Die Klassifikation, Therapie und Prognose von Speicheldrüsenkarzinomen (SGC) stellt aufgrund der Inhomogenität dieser Tumoren nach wie vor eine große Herausforderung dar. Durch die Entdeckung molekularer Marker konnten in jüngster Zeit erste Erfolge im Sinne einer gezielten Therapie (Targettherapie) verzeichnet und Faktoren zur Prognose und Klassifikation gefunden werden. In unserer Studie untersuchten wir erstmals die Rolle des Apoptoseinhibitorproteins Survivin bei SGC.

Methoden: Die Expression des Markerproteins Survivin wurde an 44 SGC mittels Immunhistochemie analysiert. (21 Mukoepidermoid- und 23 Adenokarzinome; 41% Männer; Alter 7,4–86,6 Jahre; 18,2% T1, 18,2% T2, 29,5% T3, 34,1% T4). Die Nachbeobachtungszeit der Patienten für die statistische Auswertung des Gesamt- und des rezidivfreien Überlebens betrug 38,5 ± 5,8 Monate.

Ergebnisse: Es konnten drei verschiedene Expressionsmuster gefunden werden: eine ausschließlich zytoplasmatische Expression, eine ausschließlich nukleäre Expression sowie eine Kombination aus beiden. Mukoepidermoidkarzinome zeigten eine höhere zytoplasmatische Survivinexpression als Adenokarzinome. Insgesamt waren SGC mit erhöhter zytoplasmatischer Survivinexpression signifikant häufiger mit Fernmetastasen (p=0.001) und lokoregionären Rezidiven (p<0.001) vergesellschaftet. Patienten, deren SGC eine niedrige zytoplasmatische Survivinexpression aufwiesen hatten ein signifikant besseres rezidivfreies Überleben (5-Jahre: 96% vs. 42%, p=0.001).

Schlussfolgerungen: Das Apoptoseinhibitorprotein Survivin scheint ein vielversprechender prognostischer Marker bei SGC zu sein und kann als potentielles therapeutisches Targetprotein diskutiert werden.

Unterstützt durch: Köln Fortune – Das Forschungsförderungsprogramm der Universität zu Köln