gms | German Medical Science

80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Sonographisch kontrollierte, mechanische, intraduktale Fragmentierung von Speichelsteinen (SonoFragmentation): Möglichkeiten und Grenzen einer neuen Technik

Meeting Abstract

Search Medline for

  • corresponding author Urban Geisthoff - HNO-Klinik KHS Holweide der Kliniken der Stadt Köln, Köln
  • Steffen Maune - HNO-Klinik KHS Holweide der Kliniken der Stadt Köln, Köln

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod651

DOI: 10.3205/09hnod651, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod6513

Published: April 17, 2009

© 2009 Geisthoff et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Einleitung: Seit etwa 20 Jahren werden zunehmend minimal-invasive Methoden zur Behandlung der Sialolithiasis eingesetzt. Bisher sind wenige Daten zur Effektivität der sonographisch kontrollierten, mechanischen, intraduktalen Fragmentierung von Speichelsteinen (SonoFragmentation) publiziert worden.

Methoden: Bei der SonoFragmentation werden durch die Ostien der Speichelgänge Zängchen eingeführt und anschließend Speichelsteine unter externer sonographischer Kontrolle fragmentiert und extrahiert. Retrospektiv wurde die Behandlung von 28 konsekutiven Patienten ausgewertet.

Ergebnisse: SonoFragmentation wurde nach der Anwendung anderer Methoden als sekundäres Verfahren in 22 von 28 Fällen eingesetzt. 10 Patienten waren anschließend stein- und beschwerdefrei (7/17 mit submandibulären, 2/4 mit parotidealen Steinen, ein Patient mit einem sublingualen Stein). Weitere 6 Patienten mit parotidealen Steinen wurden primär mit dieser Methode behandelt, von diesen konnten 4 geheilt werden. Die Gründe für ein Therapieversagen waren fehlende Erreichbarkeit des Steines mit dem Zängchen (9x), die Unmöglichkeit, den Stein suffizient zu fassen (5x) und/oder das gleichzeitige Fassen von Weichgewebe zusammen mit dem Stein (3x).

Schlussfolgerungen: SonoFragmentation ist ein auch im Vergleich mit anderen minimal-invasiven Methoden relativ erfolgreiches primäres und sekundäres Behandlungsverfahren für Speichelsteine, welches dabei gleichzeitig auch relativ einfach und kostengünstig ist. Wichtige Parameter für den Erfolg der Technik sind Lage und Größe des Steines.