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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Assoziation von Adenoidzystischen Speicheldrüsenkarzinomen mit Hochrisiko-HPV

Meeting Abstract

  • corresponding author Andreas Albers - Hals-Nasen-Ohrenklinik, Charité-Universitätsmedizin, Berlin
  • Chao Chen - Hals-Nasen-Ohrenklinik, Charité-Universitätsmedizin, Berlin
  • Michael Hummel - Pathologie, Charité-Universitätsmedizin, Berlin
  • Esther Glastetter - Hals-Nasen-Ohrenklinik, Charité-Universitätsmedizin, Berlin
  • Ulrich Keilholz - Hämato-Onkologie, Charité-Universitätsmedizin, Berlin
  • Andreas Kaufmann - Gynäkologie und Geburtshilfe, Charité-Universitätsmedizin, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod641

DOI: 10.3205/09hnod641, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod6413

Published: April 17, 2009

© 2009 Albers et al.
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Text

Die Ätiologie Adenoidzystischer Speicheldrüsenkarzinome (ACC) ist unbekannt. Einziger gesicherter Risikofaktor ist eine vorangegangene Strahlenexposition. Trotz chirurgischer Maßnahmen und Strahlentherapie ist eine dauerhafte Heilung selten, so dass die Kenntnis der Ätiologie zu innovativen Therapieansätzen führen könnte. Aufgrund der epidemiologischen Assoziation mit Zervix-CA und der Fähigkeit des Virus Zellen zu transformieren, wurde HPV als humanes Karzinogen klassifiziert. HPV wurde als ätiologischer Faktor für Plattenepithelkarzinome im HNO-Bereich identifiziert und ist mit 50% der Tonsillen-CA assoziiert.

Wir führten deshalb eine retrospektive Analyse von 68 ACC durch. Nachweis und Typisierung von HPV erfolgte mittels HPV PCR und Multiplex Genotypisierung. P16 und EGFR wurden immunhistochemisch nachgewiesen.

Von 68 ACC waren 39% für hochrisiko-HPV-Typen positiv. Hiervon waren 44% HPV16, 15% HPV18, 2,5% je HPV33 oder -59, 1,25% HPV45 und 1,25 % HPV45 und ebenfalls -33. HPV negativ waren 57% der ACC und 4% waren positiv für den Niedrigrisiko-HPV-Typ 11. Die p16-Expression war in 23,5% stark, in 20% mittel, in 8% schwach, in 36% in einzelnen Zellen positiv und in 13,5% negativ. EGFR war in 27% stark, in 13% mittel, in 14,5% schwach, in 5,5% in einzelnen Zellen positiv und in 40% negativ.

Durch die nachgewiesene Assoziation von ACC mit Hochrisiko-HPV-Typen konnte eine Subgruppe definiert werden, die wahrscheinlich durch eine HPV-Infektion hervorgerufen ist. Der vorherrschende HPV Typ war HPV16, gefolgt von HPV18. Dies entspricht auch der Verteilung in anderen HPV-assoziierten Tumorentitäten. Alle Hochrisiko-HPV positiven ACC zeigten zumindest eine partielle p16-Überexpression. Die EGFR-Expression korrelierte nicht mit der HPV-Assoziation.