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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Topische photodynamische Therapie als organerhaltende Therapieoption bei Hauttumoren von Ohrmuschel und Nase

Meeting Abstract

  • corresponding author Gilles Weidig - Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier, Trier
  • Peter Kress - Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier, Trier
  • Peter Schwerdtfeger - Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier, Trier
  • Daniel Neuberger - Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier, Trier

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod562

DOI: 10.3205/09hnod562, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod5620

Published: April 17, 2009

© 2009 Weidig et al.
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Text

Einleitung: Die chirurgische Therapie großflächiger, oberflächlicher Hauttumore (Basaliome und M. Bowen) an Nase und Ohrmuschel führt nicht selten zur partiellen oder totalen Ablatio dieser Organe mit aufwändiger Rekonstruktion und bescheidenem kosmetischem und funktionellem Ergebnis. Mit der topischen photodynamischen Therapie (PDT) können solche Tumoren mit einer hohen Heilungsquote, und guten kosmetischen und funktionellen Ergebnissen, organerhaltend behandelt werden.

Methode: Ein 85-jähriger Patient mit einem Rezidiv eines Karzinoma in situ der gesamten rechten dorsalen Ohrmuschel und multiplen bowenoiden Läsionen der ventralen Ohrmuschel wurde in 5 Sitzungen (2x ventrale, 3x dorsale Ohrmuschel) topisch photodynamisch mit 5-Amino-4-oxopentanoat (MAOP) therapiert. Die Inkubationszeit betrug 3h. Belichtet wurde mit Rotlicht der Wellenlänge 654nm mit einer Energiedichte von 37J/ cm2. Die chirurgische Therapie hätte die subtotale Resektion der Ohrmuschel erfordert.

Ergebnis: Verlaufskontrollen erfolgten 4 Wochen nach der Behandlung und anschließend alle 3 Monate. Bereits bei der 1 Nachuntersuchung war die Haut abgeheilt und es zeigten sich keine Narben, oder Formveränderungen. Ein Rezidiv trat bis heute (2 Jahre) nicht auf.

Schlussfolgerung: In ausgewählten Fällen stellt die topische photodynamische Therapie eine sichere, effektive und organerhaltende Therapiealternative zur mikrografischen Chirurgie dar. Sie sollte das Repertoire des plastisch chirurgisch tätigen Operateurs ergänzen.