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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Artikuläre / aurikuläre dreidimensionale Chondrozyten-Ko-Kulturenim Biomaterial für die autologe Gelenkknorpelregeneration

Meeting Abstract

  • corresponding author Katharina Stoelzel - Charité, Berlin
  • Maren Kuhne - Charité, Berlin
  • Karym El Sayed - Charité, Berlin
  • Andreas Haisch - Charité, Berlin
  • Gundula Schulze- Tanzil - Charité, Berlin
  • Ulrike Marzahn - Charité, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod558

DOI: 10.3205/09hnod558, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod5586

Published: April 17, 2009

© 2009 Stoelzel et al.
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Text

Die ausreichende Vermehrung autologer differenzierter artikulärer Chondrozyten für die autologe Chondrozyten Implantationen (ACI) zur Behandlung von Gelenkknorpeldefekten ist limitiert. Darüber hinaus ist die Knorpelentnahme aus einer nicht belasteten, gesunden Gelenkregion risikobehaftet. Daher sind Ansätze heterotope Chondrozyten für eine ACI zu nutzen naheliegend. Es ist bekannt, dass aurikuläre Chondrozyten nur wenige morphologische Unterschiede zu artikulären Chondrozyten aufweisen. Darüber hinaus ist ihre Entnahme mit einer geringeren Morbidität belastet.

Ziel dieser Arbeit war es zu prüfen, ob aurikuläre Chondrozyten in Ko-Kultur mit artikulären Chondrozyten oder in dreidimensionalen Mono-Kultursystemen hyalinen oder hyalin-ähnlichen Knorpel bilden können. Es zeigte sich in den porcinen Monokulturen, dass die proliferative Aktivität der aurikulären Chondrozyten signifikant höher war als die der artikulären Chondrozyten. Die Protein- und Genexpression von Kollagen Typ II, IX und Sox 9 waren genau wie die Expression von Fibronektin, ß1- Integrin im Gelenkknorpel höher als im Ohrknorpel. Diese Ergebnisse konnten im humanen Ansatz bestätigt werden. Die Co- Kulturen zeigten sowohl im Monolayer als auch im Alginatmodell eine deutlich höhere Expression von Kollagen Typ II als die aurikulären Monokulturen, aber eine geringere Expression als die artikulären Monokulturen. Die heterotopen Chondrozyten bildeten reichlich extrazelluläre Matrix in der Alginatkultur und konnten erfolgreich im Poly Glycolic Acid Konstrukt kultiviert werden.

Schlussfolgerung: Aurikuläre Chondrozyten sind in vitro zur Ko- Kultivierung mit artikulären Chondrozyten geeignet. Im Tiermodell müssen nun die Untersuchungen fortgesetzt werden.