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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Schwannom der Nasenspitze – eine gutartige Neubildung ungewöhlicher Lokalisation

Meeting Abstract

  • corresponding author Michael Schneider - Universitäts HNO Klinik Regensburg, Regensburg
  • Holger Gassner - Universitäts HNO Klinik Regensburg, Regensburg
  • Jürgen Strutz - Universitäts HNO Klinik Regensburg, Regensburg
  • Andreas Gaumann - Universitäts Institut Pathologie, Regensburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod553

DOI: 10.3205/09hnod553, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod5537

Published: April 17, 2009

© 2009 Schneider et al.
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Text

Einleitung: Ein Schwannom (Synonym: Neurinom) ist ein gutartiger Tumor des peripheren Nervensystems, der von den Schwann-Zellen ausgeht. Bei den gutartigen Schwannomen handelt es sich um die häufigsten Tumore des peripheren Nervensystems. Neben den üblichen Lokalisationen im Hals-Nasen-Ohren Fachgebiet, i.e. das Vestibularisschwannom, finden sie sich aber auch an allen anderen Anteilen des peripheren Nervensystems. In den seltenen Fällen zeigt sich ein Schwannom auch im Bereich der Nasenspitze.

Wir behandelten eine 36-jährige Frau mit einer seit über zwei Jahren sehr langsam wachsenden Raumforderung der linken Nasenspitze, die zunehmend kosmetische Auswirkungen hatte.

Methoden: Es erfolgte die lokale Exzision des Tumors mittels mikrochirurgischer Technik durch einen offenen Zugang nach Johnson zur Darstellung des medialen Flügelknorpelschenkels und des Nasendomes an dessen linker Seite sich die kugelige Raumforderung zeigte. Wir führten nach 14 Tagen, 2 Monaten und 6 Monaten eine Nachkontrolle durch.

Ergebnisse: In der Schnellschnitt-Histologie und nach weiterer Aufarbeitung ergab sich die Diagnose eines Schwannoms (WHO Grad I) ohne Anhalt für Malignität. Das kosmetische Ergebnis war in den Nachkontrollen sehr gut.

Schlussfolgerung: Ein Schwannom der Nasenspitze ist eine sehr seltene Entität einer gutartigen Neubildung. Therapie der Wahl ist die chirurgische Entfernung. In diesem Fallbeispiel zeigt sich aufgrund der Lokalisation eine kosmetiche Beeinträchtigung.