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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Nebenwirkungen und Komplikationen der topischen Photodynamischen Therapie im Kopf-Hals-Bereich

Meeting Abstract

  • corresponding author Daniel Neuberger - Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Abteilung für HNO, Trier
  • Peter Kreß - Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, Trier
  • Gilles Weidig - Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, Trier
  • F. Peter Schwerdtfeger - Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, Trier

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod549

DOI: 10.3205/09hnod549, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod5493

Published: April 17, 2009

© 2009 Neuberger et al.
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Einleitung: Die topische Photodynamische Therapie (PDT) hat sich im Kopf-Hals-Bereich als Therapieform bei Basaliomen, Keratosen und dem M. Bowen aufgrund ihrer hohen Erfolgsquote und ihrer guten kosmetischen Ergebnisse bewährt. Komplikationen und Nebenwirkungen werden in dieser Arbeit analysiert.

Material/Methode: Bei 146 Sitzungen der PDT im HNO-Bereich wurden mittels visueller Analogskala (Wert 1–6) Schmerz, lokale Schwellung, Rötung, Sekretion und Komplikationen erfasst und retrospektiv ausgewertet.

Ergebnisse: Alle Patienten gaben während der Belichtung Schmerzen, Schwellung und Rötung an. Meist trat auch eine Sekretion auf. Im Mittel wurden der Schmerz mit 3,23, die Schwellung mit 3,12, die Rötung mit 3,79 und die Sekretion mit 2,64 angegeben Bei zwei Patienten musste die Behandlung wegen stärkster Schmerzen in Narkose erfolgen. Zur Schmerztherapie wurden lokale Kühlung, Infiltrationsanästhesie, Metamizol oder Piritramid eingesetzt. Zusätzlich erfolgte eine postinterventionelle Therapie mit Natriumfusidatsalbe. In zwei Fällen traten zeitverzögert innerhalb von 12h phototoxische Komplikationen auf. Einmal kam es zu einer starken Gesichtsschwellung, im zweiten Fall kam es zu einer großflächigen subkutanen Einblutung und Epidermolyse. Beide Patienten mussten stationär überwacht werden und wurden antibiotisch und antiphlogistisch behandelt. Das Behandlungsergebnis war durch die Komplikationen nicht beeinträchtigt.

Schlussfolgerung: Die PDT stellt eine effektive Therapie bei Hauttumoren im HNO-Bereich dar,sie ist jedoch mit Nebenwirkungen und Komplikationen behaftet, über die vor der Therapie aufgeklärt werden sollte. Bei großflächiger Anwendung sollte aufgrund möglicher phototoxischer Komplikationen eine stationäre Überwachung erfolgen.