gms | German Medical Science

80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Neue Faszienlappenplastik für die Konstruktion des retroaurikulären Sulkus beim vollständigen Ohrmuschelaufbau

Meeting Abstract

Search Medline for

  • corresponding author Ralph Magritz - HNO-Klinik, Recklinghausen
  • Ralf Siegert - Prosper-Hospital, Recklinghausen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod545

DOI: 10.3205/09hnod545, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod5452

Published: April 17, 2009

© 2009 Magritz et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Einleitung: Für die Konstruktion des retroaurikulären Sulkus im Rahmen des Ohrmuschelaufbaus, ist die Verwendung des TPF-Lappens als Standardlappenplastik etabliert, aber nicht unkritisch zu sehen, denn nicht selten finden sich breite Narben in der Heberegion und teilweise flächige Alopezien. Daneben ist die oberflächliche Temporalisfaszie essentiell für die Therapie von Komplikationen, sekundären und anderen komplexen Fällen. Vor diesem Hintergrund entwickelten wir eine neue Lappenplastik, die alle Vorteile des TPF-Lappens besitzt und ohne die genannten Nachteile auskommt.

Methoden: Unsere Lappenplastik beinhaltet die kaudalsten Ausläufer der oberflächlichen Temporalisfaszie, die sich in Anteile des SMAS fortsetzen. Diese Faszienschicht wird, nach Elevation der Ohrmuschel im Rahmen des 2. OP-Schrittes, bogenförmig inzidiert und in Richtung posterior von der Unterlage abgehoben. Es resultiert eine breit vaskularisierte, mobile und dünne Lappenplastik, mit welcher der unter das Basisgerüst fixierte Stützknorpel abgedeckt und durch ein Hauttransplantat epithelisiert werden kann.

Ergebnisse: Wir haben diesen neuen Aspekt der Sulkuskonstruktion bei bisher 96 Patienten angewandt und fanden eine nur marginale Schrumpfungstendenz des Sulkus. Die Projektion der rekonstruierten Ohrmuschel wie auch die Tiefe des Sulkus blieben im Verlauf erhalten und können als quasi normal eingeschätzt werden.

Schlußfolgerung: Die Konstruktion eines natürlich aussehenden und stabilen retroaurikulären Sulkus ist ein zentrales Element der Ohrrekonstruktion per se. Hierfür ist unsere neue Lappenplastik hervorragend geeignet und kann den TPF-Lappen für diese Indikation uneingeschränkt ersetzen.