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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Regenerationsbiologisches Wirkstoff-Screening am Corti’schen Organ

Meeting Abstract

  • corresponding author Hubert Löwenheim - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen
  • Jörg Waldhaus - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen
  • Marcus Müller - Univ.-HNO-Klinik, Tübingen
  • Holger Eickhoff - EMC microcollections, Tübingen
  • Karl-Heinz Weismüller - EMC microcollections, Tübingen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod505

DOI: 10.3205/09hnod505, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod5055

Published: April 17, 2009

© 2009 Löwenheim et al.
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Text

Einleitung: Das fehlende Regenerationsvermögen des adulten Corti’schen Organs ist eine der Hauptursachen für die chronische Innenohrschwerhörigkeit. Zellen des auditorischen Sinnesepithels sind nach einem bestimmten Zeitpunkt der Entwicklung nicht mehr zur Zellteilung und damit zur Regeneration befähigt. Mit Hilfe eines Stammzell-basierten Screenings soll eine biologisch aktive Verbindung identifiziert werden, die das endogene Potential zur Regeneration des reifen Corti’schen Organs stimuliert kann.

Methoden: Mit Hilfe von kombinatorischer Chemie wurde eine Verbindungs-Bibliothek erzeugt. Deren Durchmusterung erfolgte an einem Modell von in vitro differenzierten Haar- und Stützzellen, die aus otischen Stammzellen generiert wurden. Die biologische Aktivität der Verbindungen wurde durch Analyse von mRNA- und Protein-Expressionsprofilen verschiedener Markerproteine bestimmt. Die Funktion aktiver Verbindungen wurde im Organ Kultur Modell des Corti´schen Organs überprüft.

Ergebnisse: Im Stammzell-basierten Wirkstoff-Screening wurde eine Verbindung identifiziert die das Potential besitzt in vitro differenzierte Stützzellen zu dedifferenzieren und Zellteilung zu induzieren. Es konnte gezeigt werden, dass die Verbindung in situ im postnatalen Corti´schen Organ Zellteilung induziert, nachdem sie sich in den Zellkernen der Stützzellen angereichert hat. Damit eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten zur funktionellen Optimierung dieser Leitstruktur.

Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse legen dar, dass im postnatalen Corti’schen Organ eine wirkstoffinduzierte Zellteilung nachgewiesen werden kann.

Unterstützt durch: BMBF BioProfile 0313612A