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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Zytologie und Immunzytochemie von oropharyngealen Plattenepithelkarzinomen als Verlaufskontrolle

Meeting Abstract

  • corresponding author Hjalmar Hagedorn - Abteilung für HNO, Klinikum Dachau, Dachau
  • Andreas Nerlich - Institut für Pathologie, Klinikum München-Bogenhausen, München
  • Michaela Andratschke - Abteilung für HNO, Klinikum Dachau, Dachau

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod422

DOI: 10.3205/09hnod422, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod4222

Published: April 17, 2009

© 2009 Hagedorn et al.
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Makroskopisch auffällige Oropharynxbefunde werden in der Regel durch Biopsie abgeklärt. Die histologische Analyse hat dabei einen hohen Stellenwert für die Erstdiagnose präkanzeröser und maligner Befunde, dient jedoch auch der Verlaufsbeobachtung und Kontrolle von Befunden nach Therapie. Dabei erfolgt bei jeder Biopsie ein invasiver Eingriff, der ggf. zu Komplikationen führen kann.

In der vorliegenden Studie untersuchten wir deshalb die Wertigkeit einer Kombination von Zytologie und Immunzytochemie für die Kontrolle von malignen Prozessen des Oropharynx an einer Serie von bisher 25 Fällen mit gesichertem Plattenepithelkarzinom. Dazu wurden nach Bürstenabstrichen von der Läsion und normaler Schleimhaut Biopsien entnommen. Neben der zytologischen Routinefärbung wurde die Expression von Zytokeratin 8 immunhistochemisch untersucht, in Einzelfällen erfolgte eine chromogene in-situ Hybridisierung zum Nachweis von humanen Papillomaviren.

Wir konnten in 22/25 Fällen mit bioptisch belegtem Karzinom in der Routinezytologie atypische Zellen nachweisen, die normalen Schleimhautproben wiesen in 2/25 Fälle Zellen mit Atypien auf. Diese 2 Fälle wiesen im Rahmen einer Feldkanzerisierung eine fokale Schleimhautdysplasie auf. Die Immunhistochemie zeigte in allen Fällen mit Atypien eine zumindest fokal positive Reaktion, während die Kontrollen negativ blieben. Der HPV-Nachweis hingegen zeigte weder low- noch high-risk HPV-Infektionen.

Unsere Untersuchungen zeigen, dass die kombinierte Analyse von Zytologie und Immunzytochemie in der Mehrzahl von Fällen einer oropharyngealen Dysplasie einen positiven Nachweis von dysplastischen Zellen erlaubt. Dies kann insbesondere bei Risikopatienten als gut praktikable Screening- bzw. Kontroll-Methode dienen.