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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Fernmetastasierung von Plattenepithelkarzinomen im oberen Aerodigestivtrakt: Häufigkeit des Auftretens nach 12 und 60 Monaten nach Erstdiagnose in Abhängigkeit von T- und N-Stadium und Therapiemodus

Meeting Abstract

  • Hiltrud K. Glanz - Universitätsklinikum Giessen und Marburg, Gießen
  • Fortuna Ghebremeskel - HNO-Klinik Universitätsklinikum Giessen und Marburg, Gießen
  • Rita Engenhardt-Cabillic - Klinik für Strahlentherapie Universitätsklinikum Giessen und Marburg, Gießen
  • Ernst-Alfred Burkhardt - Instut für Medizinische Statistik Universitätsklinikum Giessen und Marburg, Gießen
  • Christoph Arens - HNO-Klinik Universitätsklinikum Giessen und Marburg, Gießen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod420

DOI: 10.3205/09hnod420, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod4202

Published: April 17, 2009

© 2009 Glanz et al.
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Hintergrund und Ziel der Arbeit: Das Auftreten von Metastasen, insbesondere von Fernmetastasen, hat einen entscheidenden Einfluss auf die Prognose der betroffenen Patienten. In den letzten Jahren entstand der klinische Eindruck, dass die Häufigkeit der Fernmetastasen zugenommen hat. Die Relation zur Tumorgröße nach T-,N-Stadium und der Tumortherapie sollte zur Klärung dieser Beobachtung analysiert werden.

Material und Methoden: Die durchgeführte retrospektive Studie umfasst 2.183 Patienten mit Plattenepithelkarzinomen der Mundhöhle, des Oro- und Hypopharynx sowie des Larynx, der Stadien I–IVb nach UICC (ED 1990–2007). Es wird das Auftreten von Fernmetastasen in Abhängigkeit von T- und N-Stadium 12 und 60 Monate nach Erstdiagnose analysiert. Im weiteren wird die Beziehung zum jeweils angewandten Therapieregime, nämlich primär operative Therapie mit und ohne adjuvante Strahlen- bzw. Radiochemotherapie gegenüber primärer (Polychemo-) Radiotherapie, herausgearbeitet.

Resultate: Insgesamt treten Fernmetastasen in unserem Patientenkollektiv nach 12 Monaten in 7,6% der Fälle und nach 60 Monaten in 28,2% der Fälle auf. Aufgrund unserer Daten zeigt sich, dass das N-Stadium von größerer Bedeutung für das Auftreten von Fernmetastasen ist als das T-Stadium. Fernmetastasen sind bei fortgeschrittenen Tumoren nach primärer Polychemoradiotherapie oder Radiotherapie deutlich häufiger als nach primärer Operation mit und ohne Nachbestrahlung. Bei Stratifizierung nach dem Tumorstadium ist kein signifikanter Zusammenhang zwischen Therapie und Fernmetastasierung nachzuweisen.

Schlussfolgerung: Fernmetastasen treten nach primärer Radiochemotherapie häufiger auf als nach primär operativer Therapie, darüber hinaus in Abhängigkeit mehr vom N-als vom T-Stadium.