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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Identifizierung differentiell exprimierter Gene zwischen metastasierten und nicht metastasierten Kopf-Hals-Karzinomen

Meeting Abstract

  • corresponding author Christian Cordes - HNO-Universitätsklinik Kiel, Kiel
  • Christian Werner - Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der CAU, Kiel
  • Markus Hoffmann - Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der CAU, Kiel
  • Petra Ambrosch - Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der CAU, Kiel
  • Robert Häsler - Institut für klinische Molekularbiologie der CAU, Kiel

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod413

DOI: 10.3205/09hnod413, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod4136

Published: April 17, 2009

© 2009 Cordes et al.
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Die Prognose von Patienten mit Kopf-Hals-Karzinomen ist vorwiegend von der Lokalisation des Primärtumors und dem Vorliegen von Halslymphknotenmetastasen abhängig. Die molekularen Mechanismen, die zur zervikalen Metastasierung bei Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereiches führen, sind weitgehend unbekannt. Die Identifizierung von genetischen Markern, welche eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit der Metastasierung erlauben, ist daher von Bedeutung.

Unter Verwendung der Microarray-Technik sind in der vorliegenden Untersuchung 23 Plattenepithelkarzinome des oberen Aerodigestivtraktes mit (n=13, n+) und ohne (n=10, n-) Halslymphknotenmetastasierung mit einem „Whole-genome“-Microarray (Affymetrix GeneChip®), der etwa 55.000 Transkripte abbildet, auf Genexpressionsunterschiede untersucht worden.

Für die statistische Analyse der gewonnenen Daten wurde ein zweidimensionales hierarchisches Clustering mit statistisch vorgegebenen Gruppen durchgeführt. 331 Transkripte, die signifikant zwischen n+ und n- reguliert sind, konnten identifiziert werden. Die Principle-Component-Analyse hat bezüglich des Einflusses auf die Expression ein deutliches Clustern nach dem Metastasierungsstatus (n+/n-) jedoch nicht nach der anatomischen Lokalisation des Primärtumors gezeigt. 21 der 23 Patienten konnten anhand von 5 Genen eindeutig einer der beiden Gruppen n+/n- zugeordnet werden. Die identifizierten Gene konnten 25 biologischen Prozessen zugeordnet werden, in denen sie jeweils hoch- bzw. herunterreguliert waren.

Diese Ergebnisse stellen einen ersten Schritt in der diagnostischen Anwendung von Microarrays bei Plattenepithelkarzinomen im Kopf-Hals-Bereich dar und können das Verständnis für die Mechanismen der Progression von Kopf-Hals-Karzinomen verbessern.