gms | German Medical Science

80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Trigeminale evozierte Potentiale bei Patienten mit Riechstörungen

Meeting Abstract

  • corresponding author Thomas Hummel - Universitäts-HNO-Klinik Dresden, Dresden
  • Philippe Rombaux - Department of Otorhinolaryngology, Cliniques Universitaires Saint Luc, Brüssel, Belgien
  • Andre Mouraux - Readaptation Unit (READ), Universite catholique de Louvain, Brüssel, Belgien
  • Thomas Keller - Acomed Statistik, Leipzig

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod389

DOI: 10.3205/09hnod389, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3897

Published: April 17, 2009

© 2009 Hummel et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Einleitung: Wechselwirkungen in der Verarbeitung trigeminaler und olfaktorischer Reize sind in der Literatur gut belegt. Ziel dieser Arbeit war, bei Patienten mit Riechstörungen zu untersuchen, ob Amplituden und Latenzen der trigeminal evozierten Potentiale mit dem Grad der Riechstörung korrelieren.

Methoden: In die Studie wurden 60 Patienten mit Riechstörungen eingeschlossen (postinfektiöser Riechverlust: n=19, posttraumatischer Riechverlust: n=28, und idiopathischer bzw. toxisch bedingter Riechverlust: n=13). Alle Patienten wurden mithilfe der “Sniffin’ Sticks” Testbatterie untersucht. Zusätzlich wurden chemosensorisch evozierte Potentiale nach olfaktorischer bzw. trigeminaler Reizung abgeleitet.

Ergebnisse: Olfaktorisch bzw. trigeminal evozierte Potentiale wurden bei 25/60 Patienten abgeleitet. Patienten ohne erkennbare OEP zeigten verlängerte Latenzzeiten und verkleinerte Amplituden in den trigeminal evozierten Potentialen im Vergleich mit Patienten mit erkennbaren OEP. Eine Regressionsanalyse zeigte eine negative Beziehung zwischen Latenzzeiten des P2-Gipfels der trigeminal evozierten Potentiale und den Ergebnissen im „Sniffin’ Sticks“ test (r = -0.46, p < 0,001).

Schlussfolgerungen: Patienten mit ausgeprägten Riechstörungen scheinen auch eine trigeminale Fehlfunktion aufzuweisen. Möglicherweise erlauben trigeminal evozierte Potentiale auch eine prognostische Aussage hinsichtlich des Verlaufs der Riechstörung.