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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Ausgedehnter Orbitaabszess als Komplikation einer akuten Sinusitis beim Kind

Meeting Abstract

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  • corresponding author Melanie Menge - HNO-Universitätsklinik Freiburg, Freiburg i. Br.
  • Roland Laszig - HNO-Universitätsklinik Freiburg, Freiburg i. Br.
  • Gerd Ridder - HNO-Universitätsklinik Freiburg, Freiburg i. Br.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod359

DOI: 10.3205/09hnod359, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3594

Published: April 17, 2009

© 2009 Menge et al.
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Einleitung: Akute Sinusitiden stellen auch heute trotz Weiterentwicklung der Antibiotikatherapie und operativen Technik eine ernst zu nehmende Erkrankung mit dem potenziellen Risiko letal verlaufender Komplikationen dar. Orbitale Phlegmone und Abszesse gehören zu den häufigsten Komplikationen der akuten pädiatrischen Rhinosinusitis.

Fallbericht: Wir stellen den Fall eines Orbitaabszesses und temporal-subkutanen Abszesses als Komplikation einer akuten Pansinusitis bei einem 14 jährigen Jungen vor. An Symptomen bestanden intermittierendes Fieber, Rhinitis und eine progrediente Lidschwellung rechtsseitig. Unter multipler Antibiotikatherapie und endonasaler Pansinusoperation, anteriorer Orbitotomie und Abszessdrainage kam es zum Rückgang der Beschwerden.

Diskussion: Die akute Rhinosinusitis im Kindesalter stellt die häufigste Ursache einer akuten bakteriellen Entzündung der Orbita dar. Eine Orbitaentzündung ist verbunden mit einer hohen Morbiditätsrate aufgrund umliegender vitaler Strukturen.Die frühen Symptome sind oft unspezifisch. Eine Kombination von Kopfschmerz, orbitalen Beschwerden, Rhinosinusitis und Ausbleiben einer Beschwerdebesserung unter initialer medikamentöser Therapie sollte v.a. im Kindesalter zu einer schellstmöglichen Diagnostik inklusive bildgebender Verfahren führen. Die Therapie besteht aus intravenöser Antibiotikagabe, Nebenhöhlensanierung und Abszessdrainage. Die orbitalen und periorbitalen Entzündungen stellen eine anspruchsvolle Herausforderung für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit dar. Eine frühzeitige Untersuchung und operative Intervention durch einen HNO-Arzt ist unabdingbar.