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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Myofibroblastischer inflammatorischer Tumor des Larynx

Meeting Abstract

  • corresponding author Simone Hecht - Universität HNO Würzburg, Würzburg
  • Hans-Ullrich Völker - Pathologie, Würzburg
  • Rudolf Hagen - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Würzburg
  • Matthias Scheich - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Würzburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod208

DOI: 10.3205/09hnod208, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod2080

Published: April 17, 2009

© 2009 Hecht et al.
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Myofibroblastische inflammatorische Tumoren sind selten und finden sich überwiegend im Weichgewebe und der Lunge. Therapie der Wahl ist die vollständige Resektion. Wir berichten über den seltenen Fall eines myofibroblastischen Tumors des Larynx, die Schwierigkeiten bei der Diagnosestellung sowie die speziellen Therapieoptionen.

Ein 56-jähriger Mann stellte sich mit einer seit einem halben Jahr bestehenden Dyphonie vor. Ein Noxenabusus wurde verneint. Inspektorisch zeigte sich eine Vorwölbung der Taschenfalte links. Eine auswärtige Probebiopsie ergab eine chronische Entzündung und Vernarbung. Daraufhin erfolgten mehrfach mikrolaryngoskopische Probeentnahmen, die ebenfalls histologisch dysplasiefreies Plattenepithel mit Entzündungszeichen ohne Hinweise auf Malignität zeigten.

Bei klinisch weiter bestehendem Verdacht auf ein malignes Geschehen und dem Nachweis eines Tumors mit Schildknorpeldestruktion im MRT erfolgte eine laserchirurgische supraglottische Resektion als erweiterte Biopsie mit makroskopisch sichtbarem Resttumor. Die histologische und immunhistochemische Aufarbeitung ergab einen myofibroblastischen inflammatorischen Tumor. Es erfolgte eine Cortisonstoßtherapie mit initial 250 mg SDH in absteigender Dosierung. Eine MRT-Kontrolle nach einem halben Jahr zeigte eine Größenregredienz im Vergleich zum Zeitpunkt vor Cortisonstoßtherapie. Laryngoskopisch war eine Verkleinerung nicht eindeutig nachvollziehbar, eine Progredienz konnte ausgeschlossen werden.

Eine sichere chirurgische Entfernung wäre nur über eine erweiterte Kehlkopfteilresektion oder Laryngektomie möglich. Wir entschlossen uns daher bei bisher gutartigem Verlauf seit nun 18 Monaten zu weiteren klinischen und radiologischen Kontrollen mit gegebenenfalls erneuter Cortisonstoßtherapie.