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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Auswirkungen von Kopf-Hals-Tumoren und deren Therapie auf die pulmonale Immunabwehr

Meeting Abstract

  • corresponding author Florian Bast - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Charité Campus Mitte, Berlin
  • Katharina Berger - Klinik für Anästhesieologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin, Charité, Berlin
  • Benedikt Sedlmaier - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Charité Campus Mitte, Berlin
  • Claudia Spies - Klinik für Anästhesieologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin, Charité, Berlin
  • Tobias Thiel - Klinik für Anästhesieologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin, Charité C, Berlin
  • Michael Sander - Klinik für Anästhesieologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin, Charité C, Berlin
  • Matthias Hölzl - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Charité Campus Mitte, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod200

DOI: 10.3205/09hnod200, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod2000

Published: April 17, 2009

© 2009 Bast et al.
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Einleitung: Aus zahlreichen Studien ist bekannt, dass bösartige Neubildungen, ausgedehnte operative Eingriffe sowie Radiochemotherapien das Immunsystem negativ beeinflussen können. In dieser Arbeit wollen wir untersuchen, ob explizit Tumoren im Kopf-Hals-Bereich und deren Therapie einen Einfluss auf die pulmonale Immunabwehr haben. Eine herausragende Rolle in der pulmonalen Immunabwehr spielen die Alveolarmakrophagen. Diese machen mit 97% den Hauptteil der dem Luftstrom zugewandten Zellen in den Alveolen aus. Neben phagozytierenden Eigenschaften sezernieren Alveolarmakrophagen eine Vielzahl von pro- und antiinflammatorischen Zytokinen und spielen daher als erste „Barriere“ eine wichtige Funktion in der pulmonalen Immunabwehr. Das Oberflächenmolekül der Alveolarmakrophagen HLA-DR wurde als Marker für deren Immunkompetenz genutzt.

Methode: Patienten, die sich einer elektiven Panendoskopie unterzogen, wurden in die Studie einbezogen. Präoperativ wurde eine bronchoalveolären Lavage (BAL) und eine Blutentnahme durchgeführt. Anschließen wurden in der BAL auf Alveolarmakrophagen die HLA-DR-Expression gemessen und die Konzentration von pro- und antiinflammatorischen Zytokinen im Überstand der BAL erfasst. Beides erfolgte mittels Durchflusszytometrie. Analog wurden die Messungen im peripheren Blut durchgeführt.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Kopf-Hals-Tumore und deren Therapie beeinflussen nach den bisher vorliegenden Ergebnissen die pulmonale Immunabwehr. Es zeigte sich eine verminderte HLA-DR-Expression sowie ein verändertes Verhältnis der pro- und antiinflammatorischen Zytokine bei Patienten mit Tumorleider und erfolgter Therapie.