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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Sequentielle CI-Versorgung bei älteren CI-Kindern

Meeting Abstract

  • corresponding author Murad Shikhaliyev - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Thomas Lenarz - HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover, Hannover
  • Rühl Stephanie - HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover, Hannover
  • Anke Lesinski-Schiedat - HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod088

DOI: 10.3205/09hnod088, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod0888

Published: April 17, 2009

© 2009 Shikhaliyev et al.
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Text

Hypothese: Bei im Kleinkindalter mit CI-versorgten Kindern bringt eine Versorgung des Gegenohres auch nach dem 10. Lebensjahr noch deutlichen Nutzen, ungeachtet der theoretisch abgeschlossenen Hörbahnreifung.

Methodik: Es werden 110 sequentiell versorgte Kinder betrachtet. Davon hatten 20 ihr CI auf der Gegenseite nach Abschluß des 10. Lj. erhalten. Es werden die Hörergebnisse dieser Kinder im Jahr vor der Versorgung mit dem 2. CI verglichen mit den Hörergebnissen der Folgejahre.

Durch die Testergebnisse (Sprachverständnis in Ruhe und im Störschall; Patientenbefragungen) läßt sich eindeutig belegen, dass auch eine derart „späte“ CI-Versorgung des Gegenohres noch deutlichen Nutzen für die Kinder bringt. Die These, dass eine CI-Versorgung eines Ohres bei prälingualer Ertaubung und abgeschlossener Hörbahnreifung erfolglos ist, trifft hier offenbar nicht zu. Es scheint, dass die Stimulation der Gegenseite auch eine Hörbahnreifung des nicht versorgten Ohres bewirkt.