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14. Grazer Konferenz – Qualität der Lehre: New Horizons in Teaching and Learning

22. - 24.04.2010, Wien, Österreich

Laufbahnmodelle in der Orthopädie und ihre Bedeutung für Studierende

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  • author Max Zacherl - Medical University of Graz, Universitätsklinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Graz, Austria
  • author Andreas Leithner - Medical University of Graz, Universitätsklinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Graz, Austria
  • corresponding author presenting/speaker Reinhard Windhager - Medical University of Vienna, Universitätsklinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Vienna, Austria

14. Grazer Konferenz – Qualität der Lehre: New Horizons in Teaching and Learning. Wien, Österreich, 22.-24.04.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10grako47

DOI: 10.3205/10grako47, URN: urn:nbn:de:0183-10grako476

Published: November 18, 2010

© 2010 Zacherl et al.
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Problemstellung: Im Rahmen des neu beschlossenen Kollektivvertrages für Bedienstete der Medizinischen Universitäten wurde ein sog. Laufbahnmodell für Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter mit unmittelbarer oder mittelbarer ärztlicher Tätigkeit beschlossen. Hier gibt es an der Medizin Uni Graz (MUG) 2 Möglichkeiten:

Anstellung als Universitätsassistent/innen auf eine sog. Rotationsstelle für die Dauer der Facharztausbildung oder auf eine sog. Laufbahnstelle mit dem Ziel als assoziierte /r Professor/in in ein unbefristetes Dienstverhältnis einzutreten Hier ist während eines befristeten Erstvertrags zur Erlangung der FA-Ausbildung (max. sieben Jahre), längstens 2 Jahre nach Aufnahme der Tätigkeit als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in ein Antrag auf Abschluss einer Qualifizierungsvereinbarung zu stellen. Die Erfüllung derselben ist die Vorraussetzung für die Übernahme in ein unbefristetes Dienstverhältnis. Die Qualifikationsvereinbarungen enthalten Mindestanforderungen, die sich unter anderem auf den Forschungsoutput beziehen.

Am Beispiel der Universitätsklinik für Orthopädie und Orthopädischer Chirurgie der MUG war es bisher neben der klinischen Tätigkeit nicht möglich solche Vorgaben im Bezug auf Forschung zu erfüllen. Aus dieser Tatsache heraus ergibt sich für potentielle Bewerber für eine Stelle als Universitätsassistent die Notwendigkeit, einen Teil der geforderten Forschungsleistung in der Zeit vor einer evtl. Bewerbung zu leisten, da diese in die Qualifikationsvereinbarung mit hineingenommen werden kann.

Fazit für Studierende: Es ist daher zweckmäßig, möglichst früh über dieses Laufbahnmodell informiert zu sein.

Fazit für Universitätskliniken ist es, frühzeitig die Möglichkeit zu schaffen, dass an der Erfüllung der Qualifikationsvereinbarung von potentiellen Bewerber/innen schon während des Studiums gearbeitet werden kann.

Modell and der Universitätsklinik f. Orthopädie:

1.
Im Rahmen einer Diplomarbeit oder Dissertation mit dem Ziel der wissenschaftlichen Veröffentlichung
2.
Im Rahmen einer Lehrveranstaltung mit dem Titel „case reports” (ausgezeichnet mit dem Dr. Michael Hasiba Preis, Förderungspreis der universitären Lehre in der Medizin, der ÄK-Steiermark), bei der Studierenden Information über wissenschaftliches Arbeiten vermittelt wird.
3.
Im Rahmen einer Anstellung als wissenschaftlicher Dokumentarius. Hier stehen derzeit zwei drittmittelgeförderte Stellen zur Auswahl: Tumororthopädie und Wirbelsäule Hier ist einerseits die Betreuung von entsprechenden Registern (Tumorregister und Wirbelsäulenregister) und andererseits die parallel dazu laufende wissenschaftliche Aufarbeitung derselben nach bestimmten Fragestellungen durchzuführen.

Schlussfolgerung: Die geänderten Bedingungen für die Anstellung an einer Medizin Uni in Österreich müssen in der Betreuung von Studierenden Berücksichtigung finden. Frühzeitige Förderung von Studierenden im Hinblick auf Forschung in Spezialgebieten ist zwingend notwendig, da die Vorgaben in klinisch aufwendigen Fächern nur schwer im vorgegebenen Zeitraum einzuhalten sind.