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MAINZ//2011: 56. GMDS-Jahrestagung und 6. DGEpi-Jahrestagung

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V.
Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie e. V.

26. - 29.09.2011 in Mainz

Bestimmung der Datenqualität und Qualitätsberichterstattung in epidemiologischen Studien am Beispiel der Studie MultiCare1

Meeting Abstract

  • Jana Prokein - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Susanne Steinmann - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Birgitt Wiese - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Ingmar Schäfer - Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg

Mainz//2011. 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds), 6. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi). Mainz, 26.-29.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gmds129

DOI: 10.3205/11gmds129, URN: urn:nbn:de:0183-11gmds1298

Published: September 20, 2011

© 2011 Prokein et al.
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Text

Einleitung und Hintergrund: Die Definition und Sicherstellung der Datenqualität in Kohortenstudien und Registern ist für die Aussagekraft der auf ihnen basierenden statistischen Auswertungen von größter Bedeutung. In großen epidemiologischen Studien muss erwogen werden, wie die Qualität der jeweiligen Studie gemessen und bewertet werden kann.

Material und Methoden: Im Rahmen des vom BMBF geförderten Verbundprojektes „Multimorbiditätsmuster in der hausärztlichen Versorgung (MultiCare 1)“ wurden ausgehend von der Leitlinie zum adaptiven Management von Datenqualität in Kohortenstudien und Registern der Telematikplattform für Medizinische Forschungsnetze (TMF) [1] Qualitätsindikatoren ausgewählt und berechnet. Es wurden Qualitätsberichte als Rückmeldung an die teilnehmenden Studienzentren sowie Aufstellungen zum Vergleich aller Studienzentren für die Studienleitung erstellt und die Ergebnisse in Zusammenarbeit mit den Studienzentren analysiert.

Ergebnisse: Über alle Qualitätsindikatoren betrachtet, lagen die errechneten Qualitätsraten im guten Bereich. Vereinzelt weisen Raten jedoch auf Probleme bei der Datenerhebung und -erfassung hin. Auf Grundlage der Diskussion der Ergebnisse mit den Studienzentren und der Studienleitung wurden Empfehlungen für qualitätssichernde Maßnahmen ausgesprochen.

Diskussion und Schlussfolgerungen: Die Erstellung und Verfolgung eines Qualitätssicherungsplans [2] ist auch für epidemiologische Studien äußerst sinnvoll und ein Schlüsselfaktor für die wissenschaftliche Aussagekraft der Studie. Dabei kommt der Bestimmung von Qualitätsindikatoren eine besondere Bedeutung zu. Der Umfang und die zu bestimmenden Qualitätsindikatoren müssen in Abhängigkeit von Art und Umfang der Studie sorgfältig ausgewählt werden. Es ist zu beachten, dass die Anforderungen an eine umfassende Bestimmung der Datenqualität erfüllt sind und der Arbeitsaufwand gleichzeitig in angemessener Relation zum Nutzen für die Studie steht.

Das Projekt wurde im Rahmen des Verbundprojektes: Komorbidität und Multimorbidität in der hausärztlichen Versorgung (MultiCare) durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert (Förderkennzeichen: 01ET0725).


Literatur

1.
Nonnemacher M, Weiland D, Stausberg J. Datenqualität in der medizinischen Forschung. Schriftenreihe der Telematikplattform für Medizinische Forschungsnetze Band 4. 1. Auflage. Berlin: Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft; 2007.
2.
Whitney CW, Lind BK. Quality Assurance and Quality Control in Longitudinal Studies. Epidemiologic Reviews. 1998;20(1):71-80.