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54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS)

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

07. bis 10.09.2009, Essen

Implementierung eines Animationseditors für die Erstellung von interaktiven medizinischen Grafiken

Meeting Abstract

  • Christian Reichelt - Hochschule Heilbronn, Heilbronn
  • Frank Hess - Hochschule Heilbronn, Heilbronn
  • Simone Huber - Zentrum für virtuelle Patienten, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg
  • Stephan Oberle - Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Zentrum für virtuelle Patienten, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg
  • Jörn Heid - Zentrum für virtuelle Patienten, Universitätsklinikum Heidelberg, Heidelberg
  • Martin Haag - Hochschule Heilbronn, Heilbronn

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. 54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds). Essen, 07.-10.09.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmds344

DOI: 10.3205/09gmds344, URN: urn:nbn:de:0183-09gmds3449

Published: September 2, 2009

© 2009 Reichelt et al.
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Text

Einleitung/Hintergrund: An der medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg werden virtuelle Patienten (VP) zum Erlernen von differentialdiagnostischem Vorgehen vorwiegend in höheren Semestern mit dem Lehr- und Lernsystem CAMPUS [1], http://www.virtuellepatienten.de eingesetzt. Um VP bereits in der Vorklinik einsetzen zu können, werden diese Lerninhalte um Basiskonzepte und medizinisches Faktenwissen in Form von interaktiven Grafiken [2] erweitert.

Material/Methoden: Es wurde ein Template basierter Animationseditor in Java entwickelt, der es VP Autoren ohne Programmiererkenntnisse erlaubt, interaktive mehrsprachige Grafiken im Flash Format http://www.adobe.com/ zu erstellen. Um die Erweiterbarkeit des Editors zu gewährleisten werden die Templates in Form von Plugins zur Verfügung gestellt. Jedes Plugin beinhaltet eine Flash Applikation, die die grafikspezifischen Inhalte (z.B. Hintergrundgrafik und Begriffe) sprachabhängig aus einer XML-Datei einliest. Während der Erstellung einer Grafik wird diese im Speicher in Form eines hierarchischen Baumes vorgehalten und beim Exportieren in die von der Flash Applikation benötigten XML-Datei serialisiert.

Um eine intuitive Bedienung des Editors zu gewährleisten kann bei der Implementierung von Plugins auf die jgraph-Bibliothek http://www.jgraph.com/ zurückgegriffen werden. Um medizinische Werte bei den Begriffen darstellen zu können wurde eine HTML-Editorkomponente für die jgraph-Bibliothek entwickelt.

Ergebnisse: Bisher sind die Grafiktypen "Mouseover" (Hervorheben von Bildregionen und deren Bezeichnung) und "Drag and Drop labelling" (Zuordnung von Begriffen zu Bildregionen), implementiert. Erste virtuelle Patienten wurden bereits von Ärzten der Universität Heidelberg mit selbsterstellen interaktiven Grafiken ergänzt und im Rahmen von Vorlesungen eingesetzt und evaluiert. Erste Ergebnisse zeigen die Akzeptanz des Editors unter den VP Autoren als auch der Integration der Grafiken in VP zur Vermittlung von Faktenwissen.

Diskussion/Schlussfolgerung: Durch die intuitive Bedienung des Animationseditors ist es möglich, interaktive Grafiken mit wenig Aufwand und ohne Programmierkenntnisse zu erstellen. In den nächsten Schritten ist es vorgesehen, weitere Typen interaktiver Grafiken zu implementieren sowie eine Integration interaktiver Grafiken in Lernmanagementsysteme wie z.B. ILIAS mit Hilfe des SCORM-Standards http://www.adlnet.gov/Pages/Default.aspx zu realisieren.


Literatur

1.
Garde S, Bauch M, Haag M, Heid J, Huwendiek S, Ruderich F, Singer R, Leven FJ. CAMPUS – computer-based training in medicine as part of a problem-oriented educational strategy. Studies in LEID. 2005;2:10-9.
2.
O'Byrne P, Patry, A, Carnegie J. The development of interactive online learning tools for the study of Anatomy. Medical Teacher. 2008;8:260-71.