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54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS)

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

07. bis 10.09.2009, Essen

MedDRA Coding Tool – Studiendaten effizient kodieren

Meeting Abstract

  • Maik Hahmann - KKS, Marburg
  • Silvio Schuster - KKS, Dresden
  • Trude Butterfaß-Bahloul - ZKS, Münster
  • Rainer Peters - ZKS, Freiburg

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. 54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds). Essen, 07.-10.09.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmds175

DOI: 10.3205/09gmds175, URN: urn:nbn:de:0183-09gmds1758

Published: September 2, 2009

© 2009 Hahmann et al.
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Einführung: Die Kodierung von Studiendaten mit Hilfe des Systems MedDRA stellt eine Herausforderung an alle Beteiligten dar. So ist zum einen das System MedDRA sehr komplex, zum anderen müssen für Zwischen- oder Endauswertungen recht große Datenmengen in kurzer Zeit verarbeitet werden. Nicht nur bei einer Neukodierung nach bereits erfolgter Zwischenanalyse stellt die Konsistenz der Kodierung ein entscheidendes Qualitätskriterium dar.

Ergebnisse: Das MedDRA Coding Tool (ein Projekt des KKS-Netzwerkes) ist für die Verarbeitung größerer Datenmengen zu einem bestimmten Zeitpunkt (Zwischenauswertung, Endauswertung) konzipiert. Es enthält ein Autocodiertool, mit dem bei exakter Übereinstimmung der Begriffe die MedDRA-Codes automatisch ohne Benutzereingriff zugeordnet werden. Damit können bei guter Datenqualität bis zu 75% der Begriffe verarbeitet werden. Nicht im MedDRA-System enthaltenen Wörtern kann manuell ein MedDRA-Code zugeordnet werden. Für die Suche stehen ein integrierter Browser und verschiedene Suchfunktionen zur Verfügung. Um eine konsistente Kodierung sicherzustellen, kann diese Zuordnung in Wörterbüchern gespeichert und für weitere Kodierungen wiederverwendet werden. Diese Wörterbücher können studien- oder indikationsspezifisch angelegt werden. Über einen integrierten Qualitätscheck lässt sich die Zuordnung der Kodierungen vor der Weiterverarbeitung kontrollieren.

Es können mehrere MedDRA-Versionen inklusive der unterschiedlichen sprachlichen Ausprägungen parallel verwaltet werden.

Das Projekt wurde unter Java realisiert. Es ist multilingual und sowohl auf Windows-PC als auch auf Linux-basierten Systemen einsetzbar.

Schlussfolgerungen: Mit dem MedDRA Coding Tool ist eine Software verfügbar, die bei der Kodierung von Daten mit MedDRA eine enorme Arbeitserleichterung bietet.