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54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS)

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie

07. bis 10.09.2009, Essen

Quantitative Analysen medizinischer Prüfungen mittels eines (Teil-) automatisierten Programms

Meeting Abstract

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  • Rainer Muche - Universität Ulm, Ulm
  • Brigitte Janz - Universität Ulm, Ulm
  • Beate Einsiedler - Universität Ulm, Ulm

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie. 54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds). Essen, 07.-10.09.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09gmds158

DOI: 10.3205/09gmds158, URN: urn:nbn:de:0183-09gmds1583

Published: September 2, 2009

© 2009 Muche et al.
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Seit Änderung der Ärztlichen Approbationsordnung im Jahr 2003 werden vermehrt benotete Prüfungen an den Universitäten durchgeführt, die die Leistungen der Studierenden bescheinigen (sollen). Diese Prüfungen sollen deshalb natürlich fair, objektiv, reliabel und valide sein, um die einzelnen Studierenden gerecht zu bewerten. Zur Untersuchung dieser Eigenschaften können verschiedene statistische Auswertungen herangezogen werden. Es gibt dazu entsprechende Vorschläge [1], die diese Auswertungen festlegen. Dazu gehören

  • die Deskription der erbrachten Leistungen (Punkte, Noten)
  • die Aufgabenschwierigkeit
  • die Diskriminationsmöglichkeit der Aufgaben zwischen „guten“ und „schlechten“ Studierenden anhand von Korrelationsmaßen
  • die Reliabilität der Gesamtprüfung (Crohnbach´s Alpha)

Ziel der Untersuchungen ist die Verbesserung der Prüfungen durch Identifikation ungeeigneter Aufgaben bzw. von Unterschieden zwischen Lehre und Prüfung. Mit einem solchen Rückmeldesystem gibt es die Möglichkeit der kontinuierlichen Verbesserung der Prüfungen.

Auf Anfrage des Studiendekanats ist ein (halb-)automatisiertes SAS-Programm zur Auswertung auch verschiedener Prüfungsformate erstellt worden. Dieses muss ein automatisches Einlesen der Prüfungsdaten (nach Vorgabe der Items und Datenstruktur als standardisierte Excel-Dateien) und verschiedene Auswahlmöglichkeiten von Auswertungen berücksichtigen.

Zur Untersuchung der Eigenschaften der eigenen Prüfungen im Pflichtunterricht Biometrie [2] haben wir diese vorgeschlagenen Auswertungen mit SAS umgesetzt. In dem Beitrag werden die Analysen als Methodik und umgesetzt im Programm vorgestellt.


Literatur

1.
Möltner A, Schellberg D, Jünger J. Grundlegende quantitative Analysen medizinischer Prüfungen. GMS Z Med Ausbild. 2006;23(3):Doc53
2.
Muche R. Dokumentation des Lehrprojektes „Biometrie“ an der Universität Ulm. Aachen: Shaker Verlag; 2005.